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Lasbek : Flüchtlingsunterkunft statt Gemeindearchiv

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Gemeinde beabsichtigt eine Wohnung in der Alten Schule in Lasbek-Dorf als Flüchtlingsunterkunft herzurichten.

Lasbek Eigentlich sollte nach der Sanierung der Alten Schule dort ein Gemeindearchiv und Bürgermeisterbüro eingerichtet werden. „Angesichts der derzeitigen Notlage wäre auch eine Wohnung für eine Flüchtlingsfamilie denkbar“, so Bürgermeister Harald Lodders (SPD). In der Alten Schule im Ortsteil Barkhorst wohnen bereits zwei Flüchtlingsfamilien. „Eine Familie wird aber zum 1. Dezember wieder ausziehen“, so Lodders: „Wir wissen nicht, wie viele Flüchtlinge noch kommen und untergebracht werden müssen.“

Um die ehemalige Wohnung mit zirka 90 m² herzurichten, muss einiges getan werden. In Eigenleistung hat die Gemeinde bereits vor einiger Zeit die Räume entkernt. Heizung, Decken und Böden sowie eine Küche müssen eingerichtet, zudem Wände in Trockenbauweise errichtet und das Bad sowie die Treppe ins Obergeschoss aus Feuerschutzgründen erneuert werden.

Lasbek hofft auf Zuschüsse für die Sanierung. „Wir können über ein Förderprogramm bis zu 50 Prozent der Kosten als Zuschuss bekommen. Höchstens aber 25  000 Euro“, sagt der Bürgermeister. Die Zuschüsse sollen jetzt beantragt werden. Wie teuer allerdings die Sanierung wird, weiß noch niemand. Lodders hat zusammen mit Architekt Wolfgang Hille aus Lasbek die Räumlichkeiten besichtigt. Hille kennt sich in der Alten Schule bestens aus, denn er hat bereits beim Jugendraum die Gemeinde beraten. „In drei Wochen wird der Architekt uns einen Entwurf vorlegen“, betont Lodders. Was passiert, wenn die Gemeinde keine Zuschüsse erhält? Darüber müsse dann neu beraten werden.

„Sollten Zuschüsse fließen und die Gemeinde die Wohnung umbauen, wird sie ans Amt Bad Oldesloe-Land für die Flüchtlingsunterbringung vermietet. „Wir sind dann drei Jahre gebunden“, sagt Harald Lodders. Was dann mit der Wohnung passiert, hängt von der aktuellen Situation ab. Im Amt Bad Oldesloe-Land wird derweil überlegt, einen Flüchtlingsbetreuer einzustellen. „Er könnte sich um Besichtigungen, Anmietungen und das Herrichten von Wohnungen kümmern und die Flüchtlinge unterstützen“, erklärt dazu Amtsvorsteher Peter Lengfeld.





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erstellt am 31.Okt.2015 | 14:57 Uhr

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