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Ahrensburg : Flüchtlingspolitik – Hoffmann tritt aus CDU aus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Dr. Ernst Hoffmann hat die Nase voll. Wegen der Flüchtlingspolitik der Bundes-CDU ist er aus der Partei ausgetreten und hat mit sofortiger Wirkung alle Ämter nieder gelegt.

Die Rede von Unionssprecher Volker Kauder vor einer Woche in Ahrensburg hatte die letzten Zweifel beseitigt: „Da gab es wieder keine guten Lösungsansätze“, begründet der Ahrensburger Rechtsanwalt und Stadtverordnete Dr. Ernst Hoffmann (48) gestern seinen Austritt aus der CDU und den sofortigen Rücktritt von allen politischen Ämtern.

„Einziger Grund für diesen Schritt ist die Flüchtlingspolitik der Bundes-CDU“, schreibt Hoffmann in einer Mitteilung. „Eine Partei, die dem unkontrollierten Zustrom von täglich tausenden Menschen nicht nur tatenlos zusieht, sondern ihn auch noch fördert, hat das Wohl der eigenen Bürger aus den Augen verloren. Von dieser Politik möchte ich mich klar distanzieren.“

Die Überlegung, der Partei den Rücken zu kehren, habe seit mehreren Wochen bestanden. Hoffmann befürchtet, dass durch die CDU „irreversible Tatsachen“ geschaffen werden. „Die Abschiebung klappt in der Praxis überhaupt nicht, Asylverfahren ziehen sich oft über Jahre hin. Und wenn sie doch einmal beendet sind, ist die Abschiebung nicht vollziehbar, wenn der Flüchtling keinen Pass mehr hat.“

Der Rechtsanwalt betont, dass er keine neue politische Heimat suchen werde. Er war seit 2008 Stadtverordneter. Den Wahlkreis Hagener Allee / Ahrensfelder Weg / Bargenkoppelredder hat er zwei Mal direkt gewonnen. Zudem war er Vorsitzender des Werkausschusses und Aufsichtsrat der Stadtwerke.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 27.Okt.2015 | 18:14 Uhr

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