zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:44 Uhr

Bad Oldesloe : Flüchtlinge in KGS-Halle

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Flüchtlingszahlen steigen weiter. Deshalb richtet die Stadt Bad Oldesloe die nächste Sporthalle als Notunterkunft her.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 01.Dez.2015 | 13:26 Uhr

Langsam wird es eng. Ab kommender Woche muss auch die Turnhalle der Klaus-Groth-Schule zur Flüchtlingsunterkunft hergerichtet werden. „Es ist nicht unser Ziel, Turnhallen zu belegen“, betont Thomas Sobczak von der Stadtverwaltung, „aber die Zuweisungszahlen gehen Tag für Tag deutlich nach oben.“ Die Aufnahmekapazitäten in der Schule am Kurpark seien in Kürze erschöpft. „Wir müssen also darauf eingestellt sein, dass wir in Schwierigkeiten kommen“, befürchtet Sobczak. Die Herrichtung der Halle erfolge zwar provisorisch, aber die Belegung ab 14. Dezember sei „nicht unwahrscheinlich. Wir müssen vorbereitet sein.“

Gerüchten, dass in der KGS 100 oder gar 200 Flüchtlinge einziehen werden, erteilt Thomas Sobczak eine deutliche Absage. In der Turnhalle sei Platz für rund 20 Personen. „Das können 18 oder 24 sein – die genaue Zahl wird sich in den nächsten Tagen beim Aufbau herausstellen“, so der Fachbereichsleiter Bürgeramt. Außerdem sei die Turnhalle nur vorübergehend als Notunterkunft vorgesehen. Sobczak: „Ein zusätzliches Objekt steht kurz vor der Anmietung, kann jedoch erst ab voraussichtlich Mitte Januar bezogen werden.“ Der Umbau des Schwesternwohnheims werde sich vermutlich bis April hinziehen. Die Stadt prüfe auch weitere Liegenschaften.

Seit Januar sind in Oldesloe 182 Flüchtlinge aufgenommen und untergebracht worden – darunter auch Kinder und Jugendliche. Die Stadt hält weiter an der dezentralen Unterbringung fest, auch wenn der Wohnraum immer knapper wird.

Für die Dauer der Belegung der Halle sind logischerweise kein Schul- oder Vereinssport und auch keine sportlichen Ganztagsangebote möglich. Die Betroffenen und auch die Anlieger wurden gesondert von der Stadt über die Maßnahme informiert.

KGS-Schulleiterin Meike Harder nimmt es gelassen: „Das betrifft uns drei Wochen und zwei Tage – das halten wir für tragbar. Die Lehrer gehen in die Klassen und machen da nette Spielchen. Das ist dann halt so. Egal wie man politisch dazu steht: Die Menschen sind da und müssen kurzfristig untergebracht werden.“ Gerade in der Weihnachtszeit sei es ein Gebot der Nächstenliebe, Solidarität zu zeigen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen