Flüchtlinge – Hilferuf aus den Städten

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29. September 2014, 18:06 Uhr

Wegen der drastisch gestiegenen Flüchtlingszahlen fordern die Städte ein Hilfsprogramm von Land und Bund. Man müsse von den Kosten für Unterbringung, Versorgung und Betreuung vollständig entlastet werden, so der Städteverband. Weil die zentrale Aufnahmeeinrichtung in Neumünster überlastet sei, würden Asylbewerber zum Teil schon nach zehn bis 14 Tagen an Städte und Gemeinden weitergeleitet. Deshalb müssten die Standards für Unterkünfte gesenkt, und Reglementierungen abgebaut werden, ansonsten drohe Unterbringung in Notquartieren.

Für das gesamte Jahr rechnet das Innenministerium mit 6500 Asylbewerbern, ein Zuwachs um 66 Prozent. Bis Ende August nahm das Land 3878 Asylbewerber auf – ein Plus von 72,6 Prozent. Die Kapazität der Einrichtung in Neumünster mit regulär 400 Plätzen wurde oft deutlich überschritten. Seite 6

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