3. Liga : Florian Riedel hofft auf eine Minute mehr Spielzeit und den ersten VfB-Sieg

Lübecks Außenverteidiger Florian Riedel (re), hier im Zweikampf mit Duisburgs Sinan Karweina, feierte sein Saisondebüt nach fünfwöchiger Verletzungspause.
Lübecks Außenverteidiger Florian Riedel (re.), hier im Zweikampf mit Duisburgs Sinan Karweina, feierte sein Saisondebüt nach fünfwöchiger Verletzungspause.

Nach Verletzungspause ist Florian Riedel zurück und beackert wieder die rechte Seite von Fußball-Drittligist VfB Lübeck.

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07. Oktober 2020, 10:58 Uhr

Lübeck | Sein Saisondebüt in der 3. Liga bezeichnete Florian Riedel als Wechselbad der Gefühle. „Natürlich war es schön, dass ich wieder dabei war. Als Fußballer zum Zuschauen verdammt zu sein, ist das Schlimmste“, sagte der 30-jährige Außenverteidiger des VfB Lübeck, der sich im Vorbereitungsspiel gegen den Heider SV am 29. Juli einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und am vergangenen Sonnabend gegen den MSV Duisburg sein Comeback feierte.

Glücklich aber war der Routinier nach seinem ersten Auftritt am dritten Spieltag und dem 1:1 nicht, beklagte die individuellen Fehler seiner Mannschaft und die fehlende Cleverness, die dazu geführt hätten, dass die Grün-Weißen erneut einen Vorsprung an der Lohmühle verspielten.

„Auch wenn wir Aufsteiger sind, können wir nicht damit zufrieden sein, mal einen Punkt gegen Duisburg geholt zu haben. Das entspricht nicht unserer DNA“, sagte Riedel, der 65 Minuten durchgehalten hatte. „Nach fünf Wochen Pause und nur vier Trainingstagen bin ich natürlich nicht bei Hundertprozent, ich habe versucht, das mit Mentalität und Erfahrung auszugleichen.“ Das gelang, Riedel lieferte eine ordentliche Partie ab. Bitter nur: Kurz nach seiner Auswechslung kassierte der VfB den Ausgleich.


Kein Freund von Rechenspielen

Auch wenn das Unentschieden am Ende leistungsgerecht war, anfreunden mochte sich Riedel damit nicht. „Wenn ich nicht gewinne, bin ich nie zufrieden“, sagte der 30-Jährige, der auch von Rechenspielen nicht viel hält: „Man kann nicht sagen, gegen Kaiserslautern oder 1860 reicht mal ein Punkt, dafür musst du gegen Verl gewinnen – so einfach ist das nicht. Die Liga ist sehr ausgeglichen.“


Riedel verspürt keinen Druck

Dass der VfB einziger noch siegloser Aufsteiger ist, ärgert Riedel zwar, unter Zugzwang aber sieht er sein Team vor der Auswärtspartie am Sonnabend um 14 Uhr beim TSV 1860 München nicht. Die Erfahrung habe gezeigt, dass bis zum letzten Spieltag viel passieren kann, betonte der Rechtsverteidiger: „Wir haben genug Spiele vor uns, sodass wir zu so einem frühen Zeitpunkt noch keinen Druck verspüren. Es gibt keinen Grund, in Hektik zu verfallen“, betont der Routinier, der dem Auftritt zuletzt dann doch noch etwas Positives abgewinnen konnte: „Das Spiel gegen Duisburg war wichtig für mich, um Vertrauen zu gewinnen, dass der Muskel hält. Und mit ein paar Trainingstagen mehr in den Beinen, reicht es am Sonnabend vielleicht schon für eine Minute mehr.“ Und dann vielleicht auch zum ersten Saisonsieg des VfB.

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