Ahrensburg : Fitness für die Feuerwehr und „Ja“ zum Haushalt 2018

Wertvolle Schreibgeräte als Dank für langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik gab es während der letzten Stadtverordneten-Versammlung in diesem Jahr für (von links): Thomas Bellizzi (FDP), Doris Brandt (CDU) und Bela Randschau (SPD). Daneben Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde.
Wertvolle Schreibgeräte als Dank für langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik gab es während der letzten Stadtverordneten-Versammlung in diesem Jahr für (von links): Thomas Bellizzi (FDP), Doris Brandt (CDU) und Bela Randschau (SPD). Daneben Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde.

Ahrensburg verabschiedet einen 73-Millionen-Euro-Etat. Brandbekämpfer dürfen zukünftig dienstlich in die „Mucki-Bude“.

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20. Dezember 2017, 06:00 Uhr

Die Ahrensburger Feuerwehrmänner dürfen, wenn sie Atemschutzträger sind, dienstlich in die „Mucki-Bude“. Getreu dem Motto „fit for fire“ zahlt die Stadt Ahrensburg jedem von ihnen einen monatlichen Zuschuss von 22 Euro für Fitness- und Konditionstraining, macht im Jahr insgesamt 19 300 Euro.

Um ganz andere Summen ging es beim Haushalt 2018: Der Gesamtetat im Ergebnisplan umfasst über 73 Millionen Euro, die Ausgaben liegen bei gut 71 Millionen Euro – bleibt ein Jahresüberschuss von 1,964 Euro. Mit 26 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde das Zahlenwerk verabschiedet.

Der Gesamtbetrag der Kredite für Investitionen wurde auf sieben Millionen Euro festgesetzt, die Verpflichtungsermächtigungen betragen 12,8 Millionen Euro, und der Höchstbetrag der Kassenkredite liegt bei 8,5 Millionen Euro. Die Verwaltung hat (aufgerundet) 244 Stellen, die Grundsteuern (A und B) liegen bei 350 Prozent, die Gewerbesteuer wird mit 380 Prozent angesetzt.

Die Haushaltsdebatte geriet phasenweise zu einer Debatte um den Stormarnplatz. Was soll damit geschehen? Bleiben die Sportplätze oder gibt es einen Stadtpark für alle? Auslöser dafür sind die 800 000 Euro für den Neubau eines Gebäudes mit Duschen und Umkleidekabinen für die Fußballmannschaften. „Wir berauben uns unserer Möglichkeiten, wenn wir den Sportbetrieb dort zementieren“,warnte Thomas Bellizzi (FDP). Gleichzeitig mahnte er zur Vorsicht beim Geldausgeben: „Ob die Steuern weiterhin so sprudeln, wissen wir nicht“. In diesem Jahr erreicht das Gewerbesteueraufkommen nach Angaben von Bürgermeister Michael Sarach mit rund 27 Millionen Euro den höchsten Wert seit 15 Jahren.

Hintergrund der Diskussionen um den Stormarnplatz ist der von allen Fraktionen getragene Plan, eine öffentliche Tiefgarage unter den Stormarnplatz zu bauen. „Wir brauchen dringend ein B-Plan-Verfahren“, forderte Bela Randschau von der SPD. Die von der WAB geforderte Einstellung von zwei Hochbauarchitekten im städtischen Bauamt fand keine Mehrheit, aber eine Stelle wurde einstimmig beschlossen.

„Wir haben so viele Projekte vor, zum Beispiel die Rathaus-Sanierung, die Tiefgarage, Schulsanierungen, Neubau einer Kindertagesstätte“, hatte Peter Egan die Forderung der WAB begründet. Zu den Vorhaben gehört auch der Neubau einer WC-Anlage. Das Luxus-Klo neben dem Rathaus ist – wie berichtet – zum 31. Dezember 2017 gekündigt. Für den Abbau muss die Stadt 8000 Euro bezahlen.

Für eine Verbesserung der Betreuungsqualität in den Kindertagesstätten will die Stadt ein Experiment wagen. Darüber, über eine entsprechende Resolution und das Vorhaben, die Grundschule Am Reesenbüttel ab 2019/2020 als Offene Ganztagsschule zu führen, berichten wir in der nächsten Ausgabe.

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