Ahrensburg : Fit für Sanitär, Heizung, Klima

Ausbilder und die neuen Gesellen nach der Freisprechung. Foto: jpm
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Ausbilder und die neuen Gesellen nach der Freisprechung. Foto: jpm

15 angehende Anlagenmechaniker haben die Gesellenprüfung bestanden. Seit langer Zeit haben mal wieder zwei Frauen diesen Beruf gewählt.

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07. Februar 2013, 08:59 Uhr

Ahrensburg | Aus der Kupferlade der Innung Sanitär Heizung Klima holte Obermeister Thomas Neumeister die Zeugnisse und Gesellenbriefe. Für 15 Anlagenmechaniker wurde so ihre bestandene Gesellenprüfung verbrieft.
Zum Berufsbild Anlagenmechaniker gehört jetzt auch der Bereich Elektrotechnik für die Regelung der Anlagen. "Heute werden bei der Prüfung ganzheitliche Aufgaben gestellt", berichtet Ingbert Harms, Studiendirektor und Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Die Prüflinge führen die Aufgabenstellung selbstständig aus, von der Planung über Materialermittlung und Fertigung bis zur Kunden-Übergabe. In diesem Jahr schlossen die Azubis einen Heizkessel an eine Haustechnik mit diversen Rohren und Kabeln an, überprüften ihre Installation und nahmen sie in Betrieb.
Seit langer Zeit haben mal wieder zwei Frauen diesen Beruf gewählt. "Es war meine Entscheidung", betont Laura Pippow aus Stubbendorf. Sie möchte den Betrieb ihres Vaters übernehmen und besucht ab August die Meisterschule. Gelernt hat sie das Handwerk in Reinfeld bei Langer & Dreyer. "Seit gestern arbeite ich aber bei Papa", sagt die 19-Jährige. Ihr Gesellenstück verrät viel handwerkliches Können und wurde als das Zweitbeste in der praktischen Prüfung bewertet. Im Sommer möchte eine weitere Frau ihre Prüfung ablegen.
"Wir werden weiter ausbilden", sagt Neumeister, "bei motivierten Leuten macht das auch Spaß". Es sei aber heute nicht einfach, junge Menschen fürs Handwerk zu begeistern. Auch Grundbildung und Pünktlichkeit ließen manchmal zu wünschen übrig, gerade bei Praktikanten. Billige Arbeitskräfte seien Azubis längst nicht mehr: "Die Lehrgänge in der überbetrieblichen Ausbildung kosten die Firmen viel Geld, und die Lehrlinge sind deshalb wenig im Betrieb."

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