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Bad Oldesloe : Filterdusche, Spardüse oder Luxus-Kopf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ewige Duschprobleme im Travebad seit der Neueröffnung. Männer kommen momentan in den Genuss eine tropischen Regenschauers – sehr angenehm.

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erstellt am 09.Jun.2017 | 06:00 Uhr

Das Oldesloer Travebad und die Duschen – da scheinen zwei Welten aufeinander zu prallen. Obwohl die Schwimmhalle ja eigentlich nigelnagelneu ist, kehrt in den (Männer-) Duschen einfach keine Ruhe ein.

Geschäftsführer Olaf Poetzing hatte vor etwa vier Wochen versprochen, dass pünktlich zum großen Filmevent des Kinder- und Jugendbeirats alles in Ordnung sein sollte. „Das hat bei uns 1-Plus-Priorität“, sagte er damals. Bei der Großveranstaltung muss auch alles glatt gelaufen sein. Optisch waren diese Duschen aber alles andere als Highlights. Billige, weiße Plastikbrausen, die aussahen, als wären sie da notdürftig irgendwie rangebastelt worden.

Wenig später war dann wieder Duschalarm angesagt. Die weißen Teile waren verschwunden, die nackten Anschluss-Löcher prangten an den Wänden. Nur an drei oder vier Stellen waren Metall-Duschköpfe angebracht, damit überhaupt geduscht werden konnte.

Aktuell können alle Duschen genutzt werden – zum Teil baumelt aber nur ein Schlauch mit Handbrause herunter. An drei Plätzen wurden dafür die Luxus-Köpfe – Modell tropischer Dauerregen – angeschraubt. Ein ganz neues Duscherlebnis – zumindest für die männlichen Schwimmhallenbesucher.

„Auch bei einem neuen, umgebauten Bad, muss man mal optimieren“, erklärt Bäderbetriebsmanagerin Ulrike Handwerk. Die ursprünglichen Duschköpfe hatten sich als wenig tauglich herausgestellt. Handwerk: „Die haben mehr an die Fliesen gespritzt als auf die Kunden.“ Es muss auch Probleme mit dem Wasserdurchlauf gegeben haben – wenn der zu hoch ist, ist der Vorrat schnell aufgebraucht und die Badegäste stehen plötzlich in einem kalten Schauer. Also wurden sie ersetzt durch Modell „Rainbow“. Spardüsen und laut Ulrike Handwerk: „optimal für ein Schwimmbad“.

Dann mussten allerdings die Leitungen gespült werden. Damit die Kunden nicht mit Schiet aus den Rohren berieselt werden, kamen „Filterduschen“ zum Einsatz. Die angeflickten, weißen Provisorien. Als die ursprünglichen Köpfe wieder ran sollten, stellte sich raus, dass „einige nicht mehr brauchbar waren“, so die Schwimmbad-Chefin: „Leider waren nicht mehr genug lieferbar.“ Also kommt „zur Überbrückung“ alles zum Einsatz, was der Fundus hergibt. „Die Handbrausen werden auch gut angenommen“, versichert die Leiterin. Im Saunabereich seien die Luxus-Duschköpfe mit dem satten, weichen Strahl „angesagt und angebracht“. Noch bis Anfang nächster Woche kommen Badegäste voraussichtlich in den Genuss dieser Vielfalt. „Zu den Kosten sagen wir lieber nichts“, drückt sich Ulrike Handwerk vor einer klaren Aussage.

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