„Crashrettung“ in Ahrensburg : Feuerwehrmann rettet Frau aus brennendem Haus – beide verletzt

Einsatzkräfte der Feuerwehr bringen Steckleitern zum Haus. Das Feuer wurde vermutlich durch ein brennendes Adventsgesteck ausgelöst.

Einsatzkräfte der Feuerwehr bringen Steckleitern zum Haus. Das Feuer wurde vermutlich durch ein brennendes Adventsgesteck ausgelöst.

Einsatzleiter Florian Ehrich ging ohne Atemschutz in das Einfamilienhaus. Die Bewohnerin befand sich mitten im Rauch.

shz.de von
06. Januar 2018, 21:48 Uhr

Ahrensburg | Bei einem Feuer wurde am Sonnabendnachmittag in der Hamburger Straße in Ahrensburg (Kreis Stormarn) eine Hausbewohnerin durch Rauchgase verletzt. Auch Feuerwehreinsatzleiter Florian Ehrich erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung, als er die ältere Dame bei einer sogenannten „Crashrettung“ ohne Atemschutz aus dem Brandbereich herausholte. Eine Crashrettung ist die schnelle Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr.

„Die Bewohnerin stand im Rauch und brauchte dringend Hilfe, ich kroch auf dem Boden zu ihr, holte sie aus dem Rauch und brachte sie aus dem Zimmer. Dabei habe auch ich eine Ladung Rauch eingeatmet und wurde vom Rettungsdienst untersucht. Sicherheitshalber wurden meine Werte dann auch noch im Krankenhaus überprüft. Inzwischen geht es mir wieder besser", sagte er uns auf Anfrage.

Die Frau wurde schließlich durch den Angriffstrupp unter Atemschutz aus dem Obergeschoss gerettet und aus dem Gebäude zum Rettungsdienst gebracht. Parallel wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und Steckleitern bereit gestellt. Nach kurzer Zeit war das Feuer gelöscht und der Brandschutt vor das Haus gebracht. Während der Lösch- und Rettungsarbeiten hatte die Polizei die Hamburger Straße gesperrt. Das Feuer wurde vermutlich durch ein brennendes Adventsgesteck ausgelöst.

Im Einsatz waren: FF Ahrensburg, Rettungsdienst mit Notarzt und mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizei.

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