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Zarpen : Feuerwehrmann bei Garagenbrand verletzt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Es war nur ein Garagenbrand, trotzdem mussten sieben Wehren alarmiert werden. Die Einsatzkräfte hatten vor allem mit dichtem Rauch zu kämpfen.

Bei einem Feuer in Zarpen ist ein Garagenkomplex komplett ausgebrannt und ein Carport samt darin unterstellten Dingen nahezu komplett zerstört worden.

Gegen 22.40 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Zarpen alarmiert, von der einige Mitglieder wie auch die Wehrführung zu diesem Zeitpunkt noch bei der 125-Jahr Feier der Feuerwehr Mönkhagen-Langniendorf weilten. Die Feuerwehrmänner, die noch im Ort waren, waren schon Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort. Zu diesem Zeitpunkt schlugen die Flammen bis über die Spitzen der etwa 20 Meter hohen Tannen auf dem Grundstück in den Nachthimmel. Nicht zuletzt wegen der enormen Rauchentwicklung und der zunächst unklaren Lage wurde sofort Verstärkung angefordert. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Heilshoop und Badendorf wurden alarmiert, um die Zarpener Wehrmänner bei ihrem Löschangriff zu unterstützen. Um Wasser aus einer offenen Wasserstelle zu fördern und dafür eine längere Schlauchleitung zu verlegen, wurden schließlich wehren aus Pöhls und Rehhorst alarmiert.

Ein Feuerwehrauto fuhr sich dabei auf dem durchgeweichten Boden fest und musste später mit Hilfe eines Traktors aus dem Morast gezogen werden. Derweil kämpften die Einsatzkräfte mit dem dichten Rauch, der aus der Brandstelle aufstieg und über die Grundstücke zog. Nur unter Atemschutz konnten die Wehrmänner in der unmittelbaren Nähe des Brandobjektes arbeiten. „Die Schwierigkeit war, in diesen Garagenkomplex zu gelangen. Die elektrischen Tore funktionierten nicht mehr und die Tür lies sich zunächst nicht öffnen, weil drinnen alles voll gestellt war“, sagte Matthias Starck, Wehrführer der Feuerwehr Badendorf.

Aus vier Strahlrohren bekämpften die Männer das Feuer vorerst nur von außen. Später wurde der Carport mit einem Schaumteppich bedeckt, um den Flammen dort keine Nahrung mehr zu bieten. Mit einem Überdruckbelüfter versuchten die Blauröcke dann, den dichten Rauch wegzublasen, um seitlich an den zweistöckigen Garagenkomplex heranzukommen und endlich eine Tür öffnen zu können. Erst nachdem das gelungen war und die Einsatzkräfte auch im Innenangriff gegen die Flammen vorgehen konnten, bekamen sie das Feuer unter Kontrolle und konnten es schließlich komplett löschen.

Zwischenzeitlich wurde auch noch die Freiwillige Feuerwehr Hamberge nachalarmiert, weil immer mehr Atemschutzgeräteträger gebraucht wurden. Zudem war das Schaummittel ausgegangen. Auch hier sorgte die Feuerwehr Hamberge für Nachschub. „Wir haben erst die Wehren aus dem Amtsbereich alarmiert und nicht gleich auf die Feuerwehr Reinfeld zugegriffen“, erklärte Vizeamtswehrführer Helge Trabert. Vor dem Einsatzende um 3.40 Uhr rückte dann doch noch die Reinfelder Wehr aus, um mit der Wärmebildkamera zu unterstützen. Somit waren insgesamt sieben Feuerwehren eingesetzt. Ein Rettungswagen war ebenfalls vor Ort, der während des Einsatzes einen Feuerwehrmann in die Uniklinik nach Lübeck bringen musste. Zu den Verletzungen konnte Einsatzleiter und Wehrführer der Feuerwehr Zarpen, Detlef Bergau, nichts weiter sagen.

Der Zentrale Kriminaldauerdienst aus Lübeck hat noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache ist noch unklar. Auch die Höhe des Sachschadens ist bislang nicht bekannt. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Das Wohnhaus selbst wurde glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Bewohner kamen in der Nacht aus Sicherheitsgründen bei Nachbarn unter.


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