Ahrensfelde und Heide : Feuerwehren retten Waldkäuze aus Schornsteinen

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Blieb unverletzt: Der Waldkauz, den die Feuerwehr in Heide aus einem Schornstein befreite.

Blieb unverletzt: Der Waldkauz, den die Feuerwehr in Heide aus einem Schornstein befreite.

Die Tiere verhakten sich in Schornsteinen. Die Feuerwehren befreiten die Tiere unverletzt.

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12. Juli 2019, 06:35 Uhr

Ahrensfelde | Zu gleich zwei Kauz-Rettungen mussten die Feuerwehren in Schleswig-Holstein am Donnerstagabend ausrücken. In Ahrensfelde und in Heide blieb je ein Tier im Kamin stecken und war auf externe Hilfe angewiesen.

Durch ein Rascheln und ungewöhnliche Geräusche waren die Bewohner eines Einfamilienhauses am Nachtigallenweg in Ahrensfelde (Kreis Stormarn) auf den Waldkauz im Kamin ihres Hauses aufmerksam geworden. Das unter Naturschutz stehende Tier hatte sich dort verhakt und fand den rettenden Ausweg nach oben nicht allein.

Der Waldkauz verschwand nach seiner Rettung blitzschnell.
Peter Wüst

Der Waldkauz verschwand nach seiner Rettung blitzschnell.

 

Tier in Not, ein Fall für die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Ahresnfelde und der Löschgruppe Hagen. Erste Erkundungen ergaben, dass der Waldkauz tatsächlich hilflos im Schornstein gefangen war. Wehrführer Michael Mey vergab den Spezialauftrag an den jungen Feuerwehrmann Mario Loleit aus seiner Wehr. Der zögerte nicht lange, und zwängte sich durch den offenen Kamin in den Schornstein hinein. „Ein kurzer Griff mit den dicken Handschuhen und ich hatte ihn vorsichtig gepackt. Zum Dank für seine Rettung hat mich der Kauz dann auch noch vollgemacht“, sagt Mario Loleit lachend und freut sich, dass die Rettung gelang und das Tier dabei unverletzt geblieben ist. Blitzschnell verschwand der gerettet Waldkauz ins umliegende Naturschutzgebiet, dorthin wo er hingehört.

Ähnlicher Einsatz in Heide

In der Rüsdorfer Straße in Heide hatte der Hund der Bewohnerin die Geräusche im Kamin bemerkt und angeschlagen. Immerhin verfügen Waldkäuze über ein großes Lautrepertoire, deren einzelne Rufe in Lautstärke und Klangfarbe stark variieren. Der Waldkauz war in der Revisionsklappe des Kamins gefangen. Der Wildvogel wies nach seinem Irrflug offenbar keine Verletzungen auf. „Wir haben ihn auf den Rasen gesetzt, dann hat er sich einmal kurz geschüttelt und ist weggeflogen“, berichtete Pressewart Matthias Scheel.

Die Eule, eigentlich ein dämmerungs- und nachtaktives Tier, sorgte dafür, dass die Wehr ihre Drehleiter vor dem Haus in Position brachte. „Da hatten die Kollegen bei der Meldung mitgedacht. Wir mussten das Gerät aber nicht ausfahren, weil das Tier bereits im Kamin gelandet war“, so Scheel. Die Rettung dauerte nur eine Viertelstunde.

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