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Feuerwehr-Mitmachtag mit Büttenwarder-Wirt „Shorty“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Viele 100 Einwohner aus Bargfeld-Stegen und Gäste feierten am Wochenende mit der Freiwilligen Feuerwehr. Zu ihrem 125. Geburtstag hatten sich die ehrenamtlichen Helfer einiges ausgedacht. Eine Ausstellung historischer Einsatz- und Löschfahrzeuge und Rundfahrten mit ihren modernen Nachfolgern standen auf dem Programm, ebenso eine realistische Einsatzübung, Vorführungen und Musik.

Blauröcke gibt es in Bargfeld-Stegen nicht mehr. „Wir haben in diesem Jahr sandfarbene Einsatzkleidung erhalten, die wesentlich leichter und widerstandsfähiger ist“, so Wehrsprecher Andre Poser. Auch das moderne Hilfeleistungs-Löschfahrzeug wurde bei einem Einsatz vorgeführt. Zusammen mit dem Rettungsdienst evakuierten die Helfer fachgerecht eine „hilflose eingeschlossene Person“ aus einem Auto. Den Schrottwagen zerlegten die Hilfstrupps dabei bis zum „Cabrio“ mit herausgeschnittenem Dach.

Auch „Shorty“, alias Axel Olsson, als Wirt aus der Kultreihe „Neues aus Büttenwarder“ und anderen TV-Rollen bekannt, stattete dem Fest einen Besuch ab. Poser hatte den Schauspieler für ein kurzes Interview gewonnen. Beide kennen sich vom Turniertanz her, Olsson kam gratis. „Wir haben in diesem Jahr sechs neue Folgen von Büttenwarder gedreht“, erzählte Olssen. Die stehen noch zur Sendung an. Seit 17 Jahren zapfe er im Grönwohlder Dorfkrug „Unter den Linden“ fürs Fernsehen Bier. „Das ist gar nicht so einfach.“ Ursprünglich sei nur eine Folge geplant gewesen, daraus sei eine Kultserie mit guten Quoten geworden. Die Rolle als Gastwirt mit wenig Dialog passe gut zu ihm: „Da muss ich nicht viel reden, auch privat beobachte ich lieber.“ Wehrführer Ronald Willmann übergab ihm einen Präsentkorb. „Das ist viel Korb für wenig Aufwand“, bedankte er sich schlagfertig.

Im Fokus der Wehr stehen besonders Kinder und Jugendliche, um weiteren Nachwuchs zu gewinnen. „Mit 48 Aktiven und drei Fahrzeugen haben wir zwar die Sollstärke“, sagt Poser, „aber 16 Mitglieder in der Jugendwehr sind ein bisschen wenig.“ Deshalb wurden viele Mitmach-Aktionen für diese Zielgruppe angeboten. Etwa 60 Einsätze fahren die Helfer im Jahr. Zunehmend werden technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen oder die Türöffnung für den Rettungsdienst angefordert. Auch Tierrettungen wie kürzlich die Befreiung eines Kalbs aus der Güllegrube seien nicht selten. Eine Herausforderung für die Feuerwehr bleibt die Frist von nur zehn Minuten zwischen einem Alarm und dem Eintreffen am Einsatzort.


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