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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 01:09 Uhr

Feuerteufel schlägt wieder zu

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Diesmal gehen 400 Strohballen in Flammen auf / Landwirt möchte Belohnung aussetzen

Erneut sind in Hammoor 400 Rundballen Stroh komplett in Flammen aufgegangen. Landwirt und Pferdezüchter Hans-Joachim Gerken aus Hammoor musste mit ansehen, wie ein Großteil seiner Strohvorräte auf einer Wiese am Ortsrand seiner Heimatgemeinde niederbrannte. Die etwa 50 Meter lange und etwa acht Meter breite Strohmiete brannte lichterloh, als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen. Da hatte der Landwirt schon versucht, mit einem Traktor noch zu retten, was möglich war. Doch mehr als zwei der großen Rundballen waren es nicht.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hammoor, Tremsbüttel und Todendorf unter Leitung von Hammoors Gemeindewehrführer und Amtswehrführer Hans Kunde ließen das Stroh kontrolliert abbrennen. Ihre Arbeit beschränkte sich darauf, eine in der unmittelbaren Nähe lagernde zweite Miete sowie den Knick zu schützen. Ein großer Baum wurde leider Opfer der Flammen.

Die Feuerwehrmänner und -frauen konnten nur unter Atemschutz arbeiten. In der Nacht rückte noch ein Bagger an, der das Stroh auseinander riss. „Diese Methode hat sich inzwischen gut bewährt“, erklärte Amtswehrführer Kunde das Vorgehen der Feuerwehr. Das Löschen von Stroh sei eine äußerst schwierige Angelegenheit, weil man dann Netzmittel einsetzen müsse und selbst das sei noch keine Garantie, das Feuer aus zu bekommen. Die Arbeiten dauerten bis weit in die Nacht hinein an.

Der Bereitschaftsdienst der feuerwehrtechnischen Zentrale in Nütschau brachte Schlauchmaterial und Atemluftflaschen zum Tausch. Zeitweise waren drei Trupps unter Atemschutz gleichzeitig im Einsatz. Die Polizei geht auch in diesem Fall von Brandstiftung aus und setzte sogar einen Hundeführer ein, um in der näheren Umgebung nach einem oder mehreren Tätern zu suchen. Hans-Joachim Gerken sagte unserer Zeitung: „Ich überlege ernsthaft, eine Belohnung für die Ergreifung der Täter oder des Täters auszusetzen.“ Immerhin sei es jetzt das vierte Mal innerhalb eines Jahres gewesen, dass bei ihm ein Großteil seiner Strohballen ein Raub der Flammen wurde.

Seit mehr als einem Jahr gehen im Großraum Ahrensburg immer wieder Strohlager und Container in Flammen auf. Vor einigen Wochen hatte die Kriminalpolizei in Ahrensburg daher eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittlungen dieser Gruppe laufen auf Hochtouren.

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