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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 11:28 Uhr

Feuerteufel schlägt erneut zu

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wieder Ahrensfelde / Dieses Mal wurden 500 Strohballen ein Raub der Flammen / Keine heiße Spur

Es ist genau vier Wochen her, als auf einer Koppel im Ahrensfelder Teichweg etwa 200 Strohballen lichterloh gebrannt haben. Am Montagabend standen beim gleichen Landwirt nur einhundert Meter vom alten Brandort entfernt auf der Nachbarkoppel erneut Strohballen in Flammen. Dieses Mal waren es sogar 500 der großen Rundballen, die in zwei großen Mieten nebeneinander lagerten.

Die Leitstelle löste Vollalarm für die drei Ahrensburger Ortswehren aus. Das war am Montagabend gegen 21.39 Uhr. Da war allerdings schon klar, dass von dem Stroh nichts mehr zu retten sein würde. Die beiden großen Mieten brannten lichterloh,. Der Wind fachte die Flammen ständig an. „Wir lassen das Stroh hier kontrolliert abbrennen“, erklärte Ahrensburgs Ortswehrführer Florian Ehrich, der die Einsatzleitung hatte.

Am Knick hätten seine Einsatzkräfte das Feuer stoppen können. Jetzt lasse man das Strohlager komplett, aber kontrolliert herunter brennen. Die Polizei geht auch in diesem Fall von Brandstiftung aus, denn als die Beamten als Erste am Einsatzort eintrafen, stand die große Strohmiete bereits von allen Seiten komplett in Flammen. In unmittelbarer Nähe zur Brandstelle waren beim gleichen Landwirt vor vier Wochen schon 200 Strohballen abgebrannt. Inzwischen sind in Stormarn mehrt als 20 Autos in Flammen aufgegangen, mehrere Gartenlauben wurden angezündet und auch zahlreiche Papiercontainer mussten gelöscht werden.

Die Landwirte leben inzwischen mehr denn je mit der Angst, dass ihre Rundballen die nächsten sein werden, die in Flammen aufgehen. Die Polizei hat kürzlich eine Ermittlungsgruppe gebildet, die von Ahrensburg aus arbeitet. Doch noch immer gibt es offenbar keine heiße Spur. „Wir würden ja gern eine Belohnung für Hinweise ausloben, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. Aber so etwas ist nicht so einfach zu handhaben“, sagt ein Mann, der so seine eigene Meinung zu den Bränden in der Vergangenheit hat. Der Mann, der selbst nicht namentlich genannt werden möchte, zieht auch die Möglichkeit in Betracht, dass ein Mitglied der Feuerwehr hinter den Brandstiftungen stecken könnte. Zu oft sei dieses Szenario schon vorgekommen. Das die Obrigkeiten bei den Wehren das natürlich anders sehen, kann und muss man erwarten. Die intensiven Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren.

So recht Ruhe wird aber in Ahrensburg und Umgebung erst dann wieder einkehren, wenn der oder die Täter gefasst sind. Darauf hoffen inzwischen alle Beteiligten.


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erstellt am 21.Okt.2014 | 14:41 Uhr

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