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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:13 Uhr

Feuer, Verletzte und Explosionen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

145 Mitglieder von Jugendwehr und Arbeiter Samariter Bund führen große Jugendwehr-Übung am Oldesloer Bauhof durch

„Wir haben hier im Gebäude eine Person gefunden, nicht ansprechbar“, klingt es scheppernd aus den Funkgeräten. „Schnell, wir brauchen einen Rettungswagen“, entscheidet die Empfängerin. Währenddessen sind die Kameraden damit beschäftigt das Dach des Oldesloer Bauhofs mit Löschwasser zu kühlen. Nach einer vermeintlichen Explosion sind insgesamt sechs Feuerwehren in den Sandkamp gerufen worden.

Mancher Passant schaut erschrocken angesichts der zahlreichen Blaulichter an der B75 – beim zweiten Blick fällt auf, dass die eingesetzten Retter sehr jung sind und so wird klar, dass es sich zum Glück nicht um einen realen Zwischenfall handelt, sondern um eine groß angelegte Übung der Jugendfeuerwehr Bad Oldesloe mit den Nachwuchsabteilungen aus Steinburg, Meddewade, Travenbrück, Barnitz, Westerau und Rethwischfeld. Ausgedacht hat sich das Szenario Christian Brandt, der beim Arbeiter Samariter Bund und bei der Oldesloer Wehr aktiv ist, gemeinsam mit seinem Feuerwehrkameraden Oliver Stiller. „Eigentlich war die ganze Aktion schon für den 16. April geplant, aber dann kamen die Demo der Rechten und die Gegendemo dazwischen“, erklärt Gemeindewehrführer Olaf Klaus. Daher sagte man die Übung ab und tatsächlich musste die Oldesloer Feuerwehr am besagten Apriltag auch mehrfach ausrücken.

Umso zufriedener waren die Organisatoren jetzt, als alles rund lief. „Es geht uns vor allem darum, dass die Kinder mal unter realistischen Bedingungen üben können. Dass man da keine große Analyse durchführen kann, manches etwas langsamer abläuft als bei den Erwachsenen im realen Einsatz und auch Fehler passieren, das ist total klar“, erklärt Brandt.

So wussten manche der kindlichen Retter zum Beispiel zunächst nicht, was sie mit den Darstellern der Schwerverletzten machen sollen. „Ich kann der doch nicht einfach ins Gesicht fassen“, sagte eine Nachwuchsbrandbekämpferin. Die erwachsenen Rettungsassistenten zeigten dann die richtigen Handgriffe. So wurde neben den Abläufen eines Löscheinsatzes auch Erste Hilfe und die Personensuche geschult. „Für viele der Kinder ist es eher ein Abenteuer mit Blaulicht und das ist okay. Es ist gut, wenn sie Spaß haben und so an die Themen herangeführt werden“, sagt Oliver Stiller.

Insgesamt waren 145 Personen an der Übung beteiligt. Auch Bürgerworthalter Rainer Fehrmann, verschiedene Wehrführer und der stellvertretende Kreisbrandmeister Christian Rieken machten sich vor Ort ein Bild vom Feuerwehrnachwuchs.  

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