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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 07:42 Uhr

Feuer und Flamme für die neue Wache

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Feuerwehr Todendorf bekommt eine neue Wache. Und so könnte das neue Gebäude aussehen – wenn dieser Entwurf eine Mehrheit findet. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte eine Million Euro.

„Wir wollen definitiv bauen“, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Dwenger. Jetzt wurde in der Gemeindevertretung ein zweiter Entwurf dafür vorgestellt. Charmant daran ist, dass die Wache barrierefrei nur im Erdgeschoss untergebracht wird. Und dass im Obergeschoss mit relativ geringen Kosten zwei Wohnungen entstehen können. Die Kostenschätzung: Eine knappe Million für die neue Wache. „Das ist sehr seriös geschätzt“, so Architekt Torsten Grube.

Es gibt auch eine Umbau-Reserve im Entwurf. 159 000 Euro zusätzlich würde es kosten, wenn dort auch Wohnraum geschaffen wird. „131 Quadratmeter Wohnraum im Obergeschoss sind möglich“, sagt Grube. Ein Satteldach schafft diese Option. „Ein Flachdach passt nicht ins Dorf“, sagt der Planer. Der vorliegende Gegenentwurf hat ein Pultdach.

Die Entscheidung soll während der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung gefällt werden. Der Termin steht allerdings noch nicht fest. Es gibt auch eine Erweiterungsmöglichkeit, falls die Todendorfer Wehr einmal ein drittes Fahrzeug benötigen sollte. Als Bauplatz ist eine Fläche bei den Tennisplätzen hinter dem Gemeindezentrum vorgesehen. Hintergrund sind die Vorgaben der Feuerwehr-Unfallkasse, die in der bestehenden Wache nicht erfüllbar sind.

Ist das Gebäude einmal fertig, müssen die Wehrmitglieder ihre Einsatzkleidung nicht mehr zu Hause aufbewahren. „Wir hatten neulich einen Schornsteinbrand, danach stanken unsere Klamotten gewaltig“, sagte Wehrführer Marc Strangmeyer. Er bedanke sich für die Wertschätzung der Gemeindevertretung für ihre Freiwillige Feuerwehr.

Die Mitglieder der Feuerwehr sollen auch besser gegen Unfälle versichert werden. Auch das beschloss die Gemeindevertretung. Sie wird eine Unfallversicherung abschließen, die mehr Schutz bei Aktivitäten neben den direkten Einsätzen bietet. Ebenso wurden einige Bebauungspläne im Entwurf einstimmig auf den Weg gebracht. Das Kreisbauamt wird jetzt dazu Stellung nehmen. Hintergrund ist der befürchtete Mehrbedarf an Wohnraum für Flüchtlinge.

„Wir sollten günstigen Wohnraum schaffen, der später auch sozial schwächeren Mietern nutzen wird“, so die stellvertretende Bürgermeisterin, Bettina Spechtmeyer-Högel. Amtsleiter Bernd Grundlach gab vorerst Entwarnung: „Wir planen in diesem Jahr bisher keine weitere Neuanmietung von Wohnungen.“ Das Amt habe rechtzeitig vorgesorgt. Auch kämen zurzeit weniger Einweisungen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, die Situation habe sich entspannt.

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