Feuer: Polizei sucht jungen Mann

Einsatz unter Atemschutz: Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Laube abbrannte.
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Einsatz unter Atemschutz: Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Laube abbrannte.

Die nächste Brandstiftung in Ahrensburg? Passanten hatten zur Tatzeit einen Radfahrer im Kuhlenmoorweg gesehen.

shz.de von
13. August 2014, 06:00 Uhr

Das nächste Feuer: In der Nacht zu gestern wurde eine Laube in der Gartenkolonie Kuhlenmoorweg direkt am Verbindungsweg zur Hamburger Straße in Schutt und Asche gelegt. Die Kriminalpolizei in Ahrensburg schließt Brandstiftung nicht aus und hat Ermittlungen aufgenommen. Passanten hatten einen jungen Mann gesehen, der von der Fußgängerbrücke kam und mit einem alten, wohl blauen Mountainbike davonfuhr.

Er war Brillenträger, vermutlich 17 bis 19 Jahre alt und 1,70 Meter groß, hatte eine dickliche Figur und kurze, eher dunkle Haare. Er trug blaue Jeans und einen blau- weißen Pullover. Die Kripo bittet den jungen Mann oder jemanden, der ihn kennt, sich unter der Nummer (04102) 8090 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Die Laube war nicht bewohnt, allerdings war die Rauchentwicklung so stark, dass die Polizei die Bahnstrecke sperrte. Es war auch ein Lokführer, der auf der Vorbeifahrt kurz nach 22 Uhr die Flammen im Wald gesehen und gemeldet hatte. Als die beiden Ahrensburger Ortswehren in der Hamburger Straße eintrafen, stand die Laube bereits in Vollbrand, und die Flammen drohten auf den Wald überzugreifen.

Im Innern der Laube fackelte eine Gasflasche ab. Während die Feuerwehrleute die Flasche kühlten und ins Freie brachten, löschten weitere Trupps die Flammen ab und rissen die Außenwände sowie das Dach der Laube ein. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Ein Übergreifen der Flammen konnte die Feuerwehr verhindern. Gegen Mitternacht waren die Nachlöscharbeiten beendet, und die Kräfte konnten wieder abrücken. Die Bahnstrecke hatte die Polizei gegen 23 Uhr wieder freigegeben.

Zuletzt war in Ahrensburg Ende Juli ein Volvo im Carport angezündet worden, eine Hausfassade und zwei Dachunterstände in der Königstraße wurden dabei ebenfalls zerstört. Davor hatten mehrfach Autos in der Stadt und Strohballen in Ahrensfelde gebrannt. In den letzten Tagen standen mehrfach Strohballen in den Dörfern rund um Bargteheide in Flammen.

Zu laufenden Ermittlungen will die Polizei nichts sagen. in der Regel seien Brandstifter aber „Täter, die es nicht einmalig machen“, so Michael Metzler von der Ahrensburger Kripo. Deshalb liege bei Taten mit örtlichem Zusammenhang der Verdacht nahe, dass es sich um dieselben Person handelt.

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