Ferienspaß: "Schlag den Betreuer"

Spannende Aktivitäten erleben die Kinder  in den Sommerferien im Abenteuerlager in Oldendorf, wofür Betreuer Lukas Mehmel auch schon mal mit Bällen jongliert. Foto: Hinz
Spannende Aktivitäten erleben die Kinder in den Sommerferien im Abenteuerlager in Oldendorf, wofür Betreuer Lukas Mehmel auch schon mal mit Bällen jongliert. Foto: Hinz

Täglich bis zu 80 Kinder erleben wieder abwechslungsreiche Ferien im Oldendorfer Pfadfinderlager

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13. Juli 2011, 11:23 Uhr

Kreis Steinburg | Langeweile in den Ferien? In den ersten drei Wochen sorgt die kreisweite Ferienpassaktion wieder für Abwechslung in Oldendorf. Jeden Tag von 9 bis 17 Uhr haben bis zu 80 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren viel Spaß. Beim beliebten Abenteuerlager auf dem Pfadfinderplatz können noch bis zum 21. Juli bis zu 80 Kinder aus den teilnehmenden Städten und Gemeinden täglich von montags bis donnerstags an den Aktivitäten teilnehmen.

In der ersten Woche waren 50 Kinder aus Wilster, Heiligenstedten und umliegenden Gemeinden wie Brokdorf und Beidenfleth dabei. "Es waren überwiegend jüngere", beobachtete Leiterin Sofia Wollet aus Itzehoe. Die hatten vor allem mit dem gemischten Wetter zu kämpfen. "Mal war es schön, an den ersten beiden Tagen aber auch kühl mit Regen", erzählt Sofia Wollet, weswegen sie auch nicht wir anfangs geplant dem Schwimmbad einen Besuch abstatten konnten. "Aber wir sind dann auf Plan B ausgewichen", so die Leiterin.

In der zweiten Woche tummeln sich 60 Kinder aus Horst, Hohenfelde, Krempe, Lägerdorf und Münsterdorf auf dem Platz. "Sie sind auch vom Alter her sehr gemischt." Dabei kennen sich viele schon, jedes fünfte der Kinder ist schon jahrelang dabei. Mit ihnen unternehmen die sechs Betreuer und die Lagerleitung spannende Aktivitäten.

Bei einer Rallye auf einem Parcours müssen die Kinder unter anderem verschiedenste Aufgaben lösen, bei denen es auch auf eine gute Beobachtungsgabe ankommt. Auf Geschicklichkeit kommt es bei Bowling, Sackhüpfen und Weitsprung an. Bei einem Rundgang durch das Dorf lernen die Kinder dann die Umgebung kennen, sind dafür bis zu zweieinhalb Stunden in Kleingruppen unterwegs. Am zweiten Tag geht es mit allen Kindern ins Freibad Oldendorf. Am dritten Tag heißt es in Anlehnung an die Fernsehsendung "Schlag den Raab" leicht abgewandelt "Schlag den Betreuer".

Am vierten Tag ist eine große Schatzsuche geplant. In zwei Gruppen folgen die Kinder dabei Hinweisen, die ihnen gegeben werden. Die Richtung, in der sie ihrem Ziel näher kommen, wird mit Pfeilen angedeutet. So sollen sie schließlich den Schatz, der aus einigen Süßigkeiten besteht, finden - und können ihn auch gleich aufessen. "Das dauert etwa vier Stunden, und hinterher schließen wir die Woche beim Lagerfeuer mit Stockbrot und Grillen ab", sagt Sofia Wollet. Ihr ist insgesamt die gute Stimmung aufgefallen, die auch durch die Aktivitäten auf dem Platz unterstützt wird. Dort ist eine Hüpfburg vom Kreis aufgebaut, außerdem können die Kinder sich am "Quattro" versuchen, einem Stecksystem, mit dem man Häuser, Autos oder Türme zusammenbauen kann. Darüber hinaus gibt es Basteln, Malen Stelzenlauf und Fußball.

Den Kindern jedenfalls gefällt es. So sagt Lea (9), die mit ihrer Freundin Meryem (11) aus Lägerdorf zum ersten Mal teilnimmt: "Am besten finde ich, dass das Schwimmbad aufmacht." Und Meryem ergänzt: "Eigentlich macht alles hier viel Spaß." In der dritten Woche kommen nun noch Kinder aus Wacken, Schenefeld, Hohenaspe Kellinghusen, Wrist und Hohenlockstedt, angemeldet sind dafür 80 Teilnehmer.

Die Betreuer machen ihre Aufgabe ehrenamtlich. Sofia Wollet ist selber bereits im vierten Jahr dabei "Es ist immer schwierig, neue Betreuer zu finden", berichtet sie. Deswegen ruft sie jeden, der Interesse an einer derartigen Aufgabe hat, dazu auf, sich zu melden. "Wir fänden es aber schöner, wenn sich einmal neue fürs nächste Jahr melden würden", betont Sofia Wollet. Ein Problem sei die Busbegleitung geworden, die bislang ebenfalls ehrenamtlich von Müttern übernommen worden war. Seitdem diese aber nicht mehr zur Verfügung stünden, werden neue gesucht. Nun freuen sie sich schon darauf, dass ein Vertreter des Kreises vorbei schaut. Manchmal übernimmt das auch der Kreispräsident. Besonderer Anreiz für die Kinder: "Wenn er kommt zu Besuch kommt, sind alle gespannt. Dann gibts immer Eis."

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