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FDP-Kreisverband: Zukunftsfähigkeit des Kreis sichern

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Die Liberalen legen ihr Kommunalwahlprogramm 2013 bis 2018 vor/Schwerpunkte sind die Wirtschafts- und Sozialpolitik

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kreis Steinburg | Den Kreis Steinburg weiter voranbringen - unter dieser Maxime tritt der FDP-Kreisverband zur Kommunalwahl an. Schwerpunkte des Wahlprogramms sind dabei die Wirtschafts- und Sozialpolitik.

"Wir müssen dem demografischen Wandel, der uns in vielen Bereichen betrifft etwas entgegensetzen", sagt der stellvertretende Vorsitzende Stefan Goronczy. Deshalb die FDP-Forderung: Arbeitsplätze vor Ort schaffen und erhalten, aber auch Arbeitnehmern, die in der Metropolregion Hamburg ihrem Job nachgehen, eine lebenswertes Umfeld im Kreis Steinburg bieten. "Nur so bleibt der Kreis demografisch stabil."

Um das zu erreichen, braucht es für die FDP unter anderem eine gemeinsame Wirtschaftsförderung in der Region Unterelbe, um den Standort besser zu vermarkten, schnelles Internet sowie eine wirtschafts- und mittelstandsfreundliche Kreisverwaltung, deren Bauamt Genehmigungen zügig erteilt.

Um den Zukunftsfähigkeit des Kreises zu erhalten, muss nach Ansicht der FDP auch die Verkehrsinfrastruktur mithalten - und hier ist für Stefan Goronczy ein Beitritt zum Hamburger Verkehrsverbund notwendig. Die Liberalen fordern den Eintritt des gesamten Kreises oder zumindest eines Teilgebietes (Glückstadt/Kellinghusen). Denn: Heimische Pendler sollen gehalten und neue gewonnen werden. Weiterhin setzt die FDP auf den unverzüglichen Weiterbau der A 20 und auf den Elbtunnel.

Am Herzen liegt der FDP darüber hinaus die Situation in den Schulbussen. Sie sollten bedarfsgerecht eingesetzt werden, überfüllte Busse dürfe es nicht geben, so Goronczy. Die Wartezeit nach Schulende solle maximal 30 Minuten betragen.

Im Bereich Bildung setzen die Liberalen verstärkt auf den Eltern- und Schülerwillen, auch wenn es beim Abitur um die Frage G 8 oder G 9 geht. Erhalt wohnortnaher Schulen sowie weitere verlässliche halb- und ganztätige Betreuungsangebote zählen ebenfalls zum FDP-Programm. Des weiteren sollten mehr gebundene Ganztagsschulen entstehen, diese könnten auch klassenweise eingeführt werden. Nicht gespart werden darf laut Goronczy am regionalen Bildungszentrum, es müsse weiter gestärkt werden, um die Anforderungen der Wirtschaft zu erfüllen.

Um den Kreis zu stärken, muss für die FDP auch die Sozial- und Familienpolitik stimmen. "Einiges ist schon erreicht worden, einiges müssen wir noch nacharbeiten", sagt Tobias Rückerl, Vorsitzender des Sozialausschusses. So kann sich Rückerl bedarfsgerechtere Kita-Angebote vorstellen, die Öffnungszeiten müssten noch flexibler werden. Auch Ad-hoc-Betreuungsangebote für Notfälle wären wünschenswert. Notwendig sei auch der Ausbau psychosozialer Hilfe und Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in Notlagen befänden, sowie ein Streetworker, der sich der wachsenden Probleme im Bereich Sucht und Alkohol bei Jugendlichen annehme.

Um alle diese Aufgaben zu erfüllen, sieht die FDP den Kreis gut aufgestellt - denn hier sei auch mit FDP-Unterstützung gut gewirtschaftet worden. "Wir wollen deshalb unabhängig bleiben, so können wir am meisten für die Bürger erreichen", betont Goronczy. Dies schließe allerdings Verwaltungskooperationen und eine Moderierung der Verwaltung nicht aus. "Mit Schaffung des Kreishauses ist die Zeit gekommen, auch die Modernisierung der Kreisverwaltung einzufordern", sagt der Kreis- und Fraktionsvorsitzende Willi Göttsche. Das Wahlprogramm will die FDP zirka zehn Tage vor der Wahl an alle 63 000 Haushalte im Kreis verteilen. "Ein Kraftakt für eine kleine Partei", sagt Göttsche.

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