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Minimalisten : Favorit strauchelt, fällt aber nicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag: Fußball-Verbandsligist SV Preußen Reinfeld gewinnt 4. Kurt-Papstein-Cup der SG Union/Grabau.

Erst im Finale des 4. Kurt-Papstein-Cups demonstrierte Titelverteidiger SV Preußen Reinfeld, warum er auch 2016 als der große Favorit beim Hallenturnier der SG Union/Grabau angetreten war. Der Fußball-Verbandsligist sicherte sich den Siegerpokal durch einen 3:0-Erfolg über die Gastgeber aus der Kreisklasse A – und lieferte die erste überzeugende Leistung beim diesjährigen Turnier in der Stormarnhalle.

Zuvor hatten sich die Karpfenstädter minimalistisch durch die Gruppenphase und das Halbfinale gekämpft. Zum Auftakt mühten sich die Spieler von Coach Patrick Witten, der Trainer Ronny Tetzlaff vertrat, zu einem 1:0 gegen den VfL Rethwisch (Kreisklasse A). Gegen Außenseiter SV Sülfeld, Tabellenletzter der Kreisliga Segeberg, unterlag der SVP sogar mit 0:1. „Die Sülfelder haben das gut gemacht – und wir nicht in diesem Moment. In der Halle spielt es nicht so eine große Rolle in welcher Liga man spielt. Die Partien sind kurz. Da ist ein Spiel schnell verloren“, sagte Witten nach dem Titelgewinn locker über den Ausrutscher in der Vorrunde.

Immerhin: Die Karpfenstädter waren da, als es darauf ankam. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen den zuvor souveränen Kreisligisten VfL Oldesloe, der mit zwei klaren Siegen gegen Sülfeld und Retwisch ins Turnier gestartet war, gelang durch ein 2:1 die Qualifikation für das Halbfinale. Zusammen mit dem VfL.

In Gruppe B war kurz zuvor mit dem SSV Pölitz ein Mitfavorit auf den Titel schon in der Vorrunde ausgeschieden. Der Verbandsligist dominierte zwar zunächst gegen Ligakonkurrent Bargfelder SV, doch wie auch so häufig in Punktspielen gab der SSV am Ende den Sieg aus den Händen und schaffte nur ein 2:2. Ein Rückschlag, der für die Pölitzer zum Knackpunkt im Turnier wurde. Gegen die stark aufspielenden Gastgeber (Kreisklasse A) setzte es ein 0:2 und gegen den SV Steinhorst aus der Lauenburger Kreisklasse A kam das Team von Jan Christian Hack, der Coach Sascha Vogt vertrat, über ein Unentschieden nicht hinaus. So hieß es schon nach drei Spielen: Sachen packen. „Unsere Maxime bei Hallenturnieren ist es, Spaß zu haben und dass sich kein Spieler verletzt“, sagte Hack: „Wir sind nicht bitter enttäuscht, aber selbstverständlich ist es unser Anspruch, dass wir die Vorrunde überstehen. Dafür war es heute einfach zu wenig.“

Ganz anders war die Situation auf Seiten der Bargfelder. Mit der Aufholjagd zum 2:2 gegen Pölitz im Rücken gelang ein überzeugendes 5:0 gegen Steinhorst und ein 1:0 gegen die Gastgeber. Als Gruppenerster ging es somit ins Halbfinale. Dort war dann allerdings in einer spannenden Partie gegen die späteren Turniersieger aus Reinfeld Endstation (0:1).

Im zweiten Halbfinale kam es zum Lokalderby zwischen dem VfL Oldesloe und der SG Union, das die Gastgeber mit 2:0 für sich entschieden. Während Union an die guten Leistungen aus der Vorrunde angeknüpft hatte, war das dem VfL nicht gelungen.

Für die Leistung entschädigten die Kreisstädter im Spiel um Platz drei gegen den Bargfelder SV, das sich zur temperamentvollsten und unterhaltsamsten Partie des Turniers entwickelte. Der VfL setzte sich mit 3:2 durch. „Platz drei geht in Ordnung. Wenn man sich unseren aktuellen Fitnesszustand anschaut, ist das sogar sehr gut“, sagte VfL-Trainer Marius Kuhlke: „Wir haben zwei Verbandsligisten hinter uns gelassen. Da kann man nicht meckern.“

Nicht meckern konnte am Ende auch Gastgeber SG Union/Grabau. „Wir sind zufrieden damit, dass wir bei unserem Turnier mit guten Leistungen bis ins Finale gekommen sind“, sagte Unions Co-Trainer Tamer Puranaci: „Besonders hat uns natürlich der Sieg im Derby im Halbfinale gefallen.“ Als guter Gastgeber habe man dann den Reinfeldern natürlich den Vorzug gelassen, fügte er noch augenzwinkernd hinzu.

Union-Legende Walter Albrecht war derweil ebenfalls zufrieden. Er hatte an beiden Turnieren des Tages an der Kasse gesessen und insgesamt rund 300 Besucher gezählt. „Es ist super gelaufen und sportlich haben die Jungs doch auch echt etwas gezeigt“, so Albrecht.

Zähneknirschend mussten die Gastgeber dann am Ende aber noch zwei Titel bei der Siegerehrung an den Lokalrivalen überreichen: Die Trophäe für den besten Torhüter des Turniers erhielt Leon Gohl vom VfL Oldesloe, die Torjägerkanone holte sich derweil dessen Teamkollege Torben Burmeister, der vier Treffer erzielt hatte.

Ergebnisse:

Gruppe A

Vfl Oldesloe – SV Sülfeld 3:0
SV Preußen. Reinfeld – VfL Rethwisch 1:0
VfL Rethwisch – VfL Oldesloe 1:3
SV Sülfeld – SV P. Reinfeld 1:0
VfL Rethwisch – SV Sülfeld 0:0
VfL Oldesloe – SV Preußen Reinfeld 1:2

Gruppe B

Bargfelder SV – SSV Pölitz 2:2
SG Union/Grabau – SV Steinhorst 2:0
SSV Pölitz – SG Union/Grabau 0:2
SV Steinhorst – Bargfelder SV 0:5
SSV Pölitz – SV Steinhorst 0:0
SG Union/Grabau – Bargfelder SV 0:1

Halbfinale

VfL Oldesloe – SG Union/Grabau 0:2
Bargfelder SV – SV Preußen Reinfeld 0:1

Spiel um Platz drei

VfL Oldesloe – Bargfelder SV 3:2

Finale

SG Union/Grabau – SV Preußen Reinfeld 0:3

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