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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 22:42 Uhr

Ahrensburg : Fast 700 000 Euro für die Kultur

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sparkassen-Stiftung zieht eine erfolgreiche Bilanz für 2014. Kooperationen sollen verstärkt werden, 2017 steht das Kreisjubiläum an.

von
erstellt am 28.Apr.2015 | 19:02 Uhr

Die Sparkassen-Kulturstiftung hat im vergangenen Jahr so viel Geld ausgeschüttet wie noch nie. Fast 700  000 Euro, davon 450  000 Euro aus Zinsen, konnten für Kunst und Kultur, Natur- und Landschaftsschutz sowie Heimatpflege zur Verfügung gestellt werden. „Die Kulturstiftung verfügt Gott sei Dank über einen hohen Altbestand langfristiger Papiere mit guter Verzinsung“, sagt Stiftungs-Manager Jörg Schumacher.

Für Neuanlagen gilt das nicht mehr. Der Kapitalstock erhöhte sich auf 9,25 Millionen Euro. Dazu trugen vor allem zwei zweckgebundene Stiftungsfonds bei, einer über eine Million Euro für Kunst und Kultur, der zweite über 485  000 Euro, die für die ökologische Aufwertung des Grabauer Sees vorgesehen sind. Das Geld, das eigentlich für den Kauf des Forsts Hagen zurückgelegt worden warm „mussten wir natürlich in den gegenwärtigen Niedrigzinsphase anlegen“, so Schumacher.

Zurzeit steht die Kulturstiftung aber sehr gut da. Die Spenden beliefen sich im vergangenen Jahr auf 426  000 Euro, die Rücklagen stiegen auf 831  000 Euro, so viel, „dass wir allen Herausforderungen gerecht werden können“, so Schumacher. Die Rücklagen werden nicht nur für Projekte oder Instandhaltung benötigt, sondern auch für künftige Großprojekte. Dazu gehört das Jubiläum „150 Jahre Kreis Stormarn“, das 2017 gefeiert werden soll. Für 2016 soll „Garten und Natur“ ein Schwerpunktthema werden, das „Figurentheater-Festival ist gesetzt“, so Kreiskulturreferentin Tanja Lütje, und vor allem soll die Kooperation mit anderen Ausstellungsanbietern verstärkt werden. In der Metropolregion wurde dafür gerade ein Arbeitskreis reaktiviert, und Stormarn wird sich an die „Knotenpunkte“ im Kreis Herzogtum Lauenburg andocken, ein Projekt, das auf Kooperation setzt und vom Land gefördert wird.

Im Januar 2014 wurde Dr. Katharina Schlüter eingestellt, die erste Kuratorin der Kulturstiftung. Zusammen mit dem Kreis, Tanja Lütje und der Bürgerstiftung der Sparkasse sind Projekte wie die Kinderateliers oder die „Kunst Orte Stormarn“ entstanden. Ein großes Projekt der Zukunft ist eine Neuauflage des Stormarn-Lexikons im Internet mit permanenter Aktualisierung. „Der Vorteil diese AG ist, dass sich viele Bereich überschneiden und gegenseitig ergänzen“, sagt Landrat Klaus Plöger, der auch Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist.

Dr. Katharina Schlüter hat auch die Burwitz-Ausstellung im Marstall kuratiert, die für viel Gesprächsstoff sorgte: „Die Provokation hat erstaunlich gut funktioniert, mehr als wir eigentlich erwartet hatten.“ „Es stand viel in den Zeitungen“, konstatiert auch Klaus Plöger, „meine Sorge ist aber, dass der eine oder andere nicht wieder zu Ausstellungen kommt.“

„Wir müssen intern diskutieren, wie wir damit umgehen“, sagt Schumacher, „die Kulturstiftung hatte aber immer den Mut, Dinge zu machen, die anderen nicht machen. Und wir hatten noch keine Ausstellung, auf die es solch eine Resonanz gab.“

Die Botschaft, die Katharina Schlüter daraus zieht: „Wir müssen zeitgenössische Kunst transparenter vermitteln.“ Die Gesprächsrunden zu Ausstellungen im Marstall oder in Trittau würden gut angenommen, und „wir möchten ja mehr Publikum erreichen.“

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