Stapelfeld : Fass mit Radioaktiv- und Explosiv-Zeichen: Gefahrguteinsatz neben Müllverbrennungsanlage

In einem Überfass wurden das verdächtige Objekt und kontaminiertes Erdreich abtransportiert.
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In einem Überfass wurden das verdächtige Objekt und kontaminiertes Erdreich abtransportiert.

Alarm in Stapelfeld: Ein unbekanntes Fass mit Warnaufklebern sorgte für einen Einsatz.

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29. Mai 2018, 10:51 Uhr

Stapelfeld | Ein Metallfass mit Radioaktiv- und Explosiv-Warnzeichen hat am Ahrensfelder Weg neben der Müllverbrennung Stapelfeld (Kreis Stormarn) einen größeren Einsatz ausgelöst. Feuerwehr, Rettungsdienst, der Löschzug Gefahrgut (LZG), der Kampfmittelräumdienst Kiel und die Polizei rückten an.

Das Fass war auf einem Parkstreifen abgestellt und in einem blauen Plastiksack verpackt. Wegen der zunächst unklaren Lage sperrte die Polizei die Zufahrt zur Müllverbrennungsanlage ab der Alten Landstraße komplett ab. Spezialisten des Löschzugs Gefahrgut legten ihre Schutzkleidung an, Feuerwehrleute bauten sicherheitshalber parallel eine Wasserversorgung auf. Unter Atemschutz nahm der LZG erste Messungen nach Radioaktivität oder anderen Gefahrstoffen mit mehreren Messgeräten vor. Der Geigerzähler wies keine erhöhte Radioaktivität aus.

Feuerwehren, Kampfmittelräumdienst und Polizei waren im Einsatz.
Peter Wüst

Feuerwehren, Kampfmittelräumdienst und Polizei waren im Einsatz.

 

Ein zweiter Atemschutztrupp stand zur Absicherung bereit. Sicherheitshalber forderte die Einsatzleitung den Kampfmittelräumdienst aus Kiel zur Einsatzstelle nach. Dieser untersuchte das Fass und stellte als Inhalt eine ölige Flüssigkeit fest. Das Fass samt daneben abgelegtem Müll und verschmutztem Erdreich wurden von den Feuerwehrleuten in ein Überfass gelegt und entsorgt. Ein vorläufiger Schnelltest erhärtete die Annahme, dass es sich tatsächlich um eine Art Altöl handelte.

Nach etwa dreieinhalb Stunden Einsatzdauer rückten die Rettungskräfte wieder ab. Das Fass wurde abtransportiert und soll weiter untersucht werden. Der Verursacher ist derzeit noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt.

Im Einsatz waren: FF Stapelfeld, FF Glinde, Löschzug Gefahrgut Stormarn (LZG), Rettungsdienst, Kampfmittelräumdienst Kiel und mehrere Streifenwagen-Besatzungen der Polizei.

Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen eingeleitet. Die Ermittlungen werden durch den Umweltdienst der Oldesloer Autobahnpolizei geführt. Die Ermittler suchen Zeugen, die Angaben zum Fass oder der Person machen können, welche das Fass dort abgestellt hat. „Wer hat, möglicherweise in der Nacht von Sonntag auf Montag, im Ahrensburger Weg oder Umgebung, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet?“, möchte Polizeisprecher Holger Meier wissen. Zeugenhinweise bitte an den Umweltdienst der Polizei unter der (04531) 501-0.

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