Ahrensburg / Ammersbek : Falscher Polizeibeamter betrügt Rentnerin

Ein Einbrecher wurde in der Nacht zu Montag auf frischer Tat ertappt.
Ein Einbrecher wurde in der Nacht zu Montag auf frischer Tat ertappt.

Zivile Fahndungseinheit des Polizeirevieres Ahrensburg nimmt Tätergruppe fest.

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07. Dezember 2017, 14:32 Uhr

Eine 88-Jährige ist am Dienstag, 5. Dezember, um Haaresbreite dem Verlust ihrer gesamten Ersparnisse entgangen. Der Auslöser: ein angeblicher Polizeibeamte.

Der Unbekannte hatte im Laufe des Tages bei der 88-Jährigen aus Ammersbek angerufen und ihr mitgeteilt, dass ihre Kontodaten bei einem Festgenommenen gefunden worden seien. Der festgenommene Straftäter mache mit einem Mitarbeiter ihrer Bank gemeinsame Sache, so dass ihr Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Ein Auszubildender der Bank tausche das echte Geld gegen Falschgeld aus.

Die 88-Jährige wurde aufgefordert, ihr gesamtes Vermögen von ihrem Konto abzuheben. Der falsche Polizeibeamte bot an, das Geld auf seine Echtheit zu überprüfen. Da im Display ihres Telefons die Festnetznummer der Polizei Ahrensburg angezeigt wurde, war die alte Dame von der Richtigkeit der Angaben des vermeintlichen Polizisten überzeugt.

Um die Polizei bei der Überführung von Betrügern zu unterstützen, hob sie in der Folge einen Betrag von weit über  20000 Euro ab.

Die Zivile Fahndungseinheit des Polizeirevieres Ahrensburg war bereits unabhängig von der Rentnerin auf etwaige Vorgänge aufmerksam geworden und postierte sich daraufhin im Bereich der Wohnanschrift der Geschädigten.

Zwei auffällig erscheinende Personen konnten schnell ausfindig gemacht werden, die sich mit zwei weiteren Insassen in einem Pkw befanden. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs fanden die Beamten die Tüte mit dem Geld der Geschädigten. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 36-jährigen Mann aus Osteuropa und drei Frauen im Alter von 38 und 39 Jahren. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Ahrensburg am Mittwoch, 6. Dezember, gegen den männlichen Tatverdächtigen sowie gegen zwei der weiblichen Tatverdächtigen Haftbefehle erlassen.

Gegen die dritte weibliche Tatverdächtige wurde kein Haftbefehl beantragt, da sie über einen festen Wohnsitz verfügt und auch sonst keine Haftgründe vorlagen.

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