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Stormarner Tageblatt

20. September 2017 | 18:44 Uhr

Bad Oldesloe : Fahrradkäfig soll es werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Bauausschuss beschließt den Bau einer abschließbaren Modul-Anlage für 120 Räder auf dem Bahnhof. Das System ist von nah.sh entwickelt worden.

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erstellt am 13.Sep.2017 | 06:00 Uhr

„Fahrradstellplätze die 384. Hoffentlich heute mit einem guten Ende“, leitete Bauausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) den Tagesordnungspunkt ein. Aber dann ging es doch relativ schnell und harmonisch. Das vollautomatische Radhaus für Fahrräder am Bahnhof ist gestorben. „Wir halten das nach wie vor für die bessere Lösung“, machte Hans-Hermann Roden für die SPD pro forma zwar noch mal deutlich, aber ihm war schon bewusst, dass es dafür keine Mehrheit geben wird. Dem Verwaltungsvorschlag wollten die Sozialdemokraten allerdings auch nicht zustimmen. Der sah vor, zwischen den Gleisen eine modulare Abstellanlage wie von nah.sh entwickelt (wir berichteten) für 126 Räder, davon 36 in einer abschließbaren Einhausung, zu bauen. Nur 36 sichere Abstellplätze? Das war der SPD definitiv zu wenig. Alle Module sollten mit einem Schließsystem ausgestattet werden.

Hoffentlich

Nach jahrelangem Hin und Her gibt es jetzt endlich einen Beschluss zu  neuen, sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten am Oldesloer Bahnhof.  Das Modulsystem von nah-sh soll es also werden.  Wir wissen jetzt zwar, was wir wollen, aber es gibt weder eine Planung, noch  verlässliche Aussagen zum Preis oder Zuschüssen. Die Kosten werden „voraussichtlich deutlich geringer“ ausfallen als beim Radhaus.   Hoffentlich ist das keine Hintertür von CDU und FBO, es sich bei nächstbester Gelegenheit mit Hinweis auf die Haushaltslage doch wieder   anders zu überlegen.

Andreas Olbertz

„Das ist für uns zwingende Voraussetzung“, kam sofort Zustimmung von Wilfried Janson (Grüne) und für die CDU sagte Uwe Rädisch: „Da gehen wir mit.“ Auch von der FBO kam kein Widerspruch. Im Gegenteil: Matthias Rohde regte an, nicht dreieinhalb Module zu bauen, wie es eine Skizze der Verwaltung vorsah, sondern gleich vier. „Wir haben da ausreichend Platz, dann sollten wir das auch machen“, argumentierte er. Im Prinzip konnten das auch die anderen Fraktionen mittragen, doch da noch gar nicht feststeht, wie viele Module in welcher Größe verbaut werden, hatte sich ein entsprechender Beschluss erledigt. Es sollen „etwa“ 120 Plätze entstehen. Alle sollen ebenerdig angelegt werden, keine sogenannten Doppelstockparker, bei denen jeweils ein Rad unten und ein zweites in einer Hebekonstruktion darüber geparkt werden kann, zum Einsatz kommen. Über diese Parameter herrschte Einigkeit, daraus ergibt sich die Größe der Anlage.

Die mit einem Sperrvermerk versehenen Gelder wurden einstimmig freigegeben. Der Beschluss zum Bau eines Radhauses wurde gegen die Stimmen von SPD und Grünen aufgehoben und der Beschluss zum Bau der modularen Abstellanlage mit rund 120 gesicherten Plätzen bei Enthaltung von Rot-Grün gefällt.

 

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