zur Navigation springen

Ahrensburg : Fahrrad-Parkhaus für den Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburg denkt über Neubau für 1,7 bis 2,3 Millionen Euro nach und der Bau-Ausschuss berät heute über drei mögliche Standorte.

Zwischen 1,7 und 2,3 Millionen Euro soll ein Fahrrad-Parkhaus am Ahrensburger Bahnhof kosten. Für die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses heute ab 19 Uhr im Peter-Rantzau-Haus legt die Verwaltung drei Varianten an drei Standorten vor, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben.

Die teuerste ist auch die bahnhofsnächste und größte Lösung. Ein Fahrrad-Parkhaus auf dem Vorplatz, wo jetzt die Taxen stehen, würde direkt an die P+R-Anlage Alter Lokschuppen anschließen. Der quadratische Bau würde Platz für mehr als 700 Fahrräder bieten. Allerdings müsste der komplette Bereich überplant werden. Und die Kosten für einen neuen Taxi-Standort sind in den 2,3 Millionen Euro noch nicht enthalten.

Zweiter vorgeschlagener Standort ist die tiefer gelegene baumbestandene Grünfläche gegenüber dem Bahnhof, die als Spielfläche und Biergarten genutzt wird. Das Grundstück gehört der Stadt, die Ladenflächen und die Gastronomie sind Privatbesitz. Wenn dort ein L-förmiges Gebäude für 460 Fahrräder gebaut wird, würde vom Biergarten nicht mehr so viel übrig bleiben.

1,7 Millionen Euro soll das Gebäude kosten, ebenso viel wie ein Rad-Parkhaus mit 392 Plätzen am dritten möglichen Standort, der Ladestraße. Dort müsste nichts weichen und die Umgebung nicht überplant werden, allenfalls wären Konflikte wegen Lärms denkbar. Allerdings müsste die Mehrheit der Radfahrer durch die Hagener Allee fahren, um zu dem Parkhaus zu gelangen. Die Gleise sind durch den Fußgängertunnel gut zu erreichen.

Alternativ könnte die Fläche in der Ladestraße auch zunächst asphaltiert und als P+R-Parkplatz genutzt werden, auf dem es auch Stellplätze und Bügel für Fahrräder gibt. Ein Parkhaus könnte dann später errichtet werden. Aufgrund der ÖPNV-Anbindung ist die Ladestraße allerdings auch gut als Bürostandort geeignet.

Aus Sicht der Verwaltung sind alle drei Lösungsvorschläge förderfähig und könnten mit bis zu 75 Prozent bezuschusst werden. Auch die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes ist teilweise förderfähig, wenn Vorteile für den Fahrgast entstehen. Anders ist das bei Fahrrad-Werkstatt und Café, die es in Ahrensburg bei allen drei Vorschlägen geben soll.

Da für alle Varianten ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss, könnte frühestens 2017 mit dem Bau begonnen werden Zuschussanträge müssen bis Ende 2019 gestellt sein.

 

zur Startseite

von
erstellt am 07.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen