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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 20:36 Uhr

Trittau : Fahrer im Kofferraum eingeklemmt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

23-Jähriger kommt vor dem „Fun Park“ von der Straße ab und kracht gegen zwei Bäume.

Mit lebensgefährlichen Verletzungen ist ein 23-jähriger Pole am Sonnabend in das Unfallkrankenhaus Boberg gebracht worden. Der junge Mann war zuvor mit seinem VW Golf wenige Meter vor der Zufahrt zum Trittauer Tanztempel „Fun Park“ in einer leichten Rechtskurve von der Straße abgekommen und gegen zwei Chausseebäume gekracht.

Um 21.22 Uhr wurden die Männer von der Feuerwehr und des Rettungsdienstes alarmiert. Nur wenige Minuten später waren die ersten von ihnen vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt war der junge Pole kaum noch ansprechbar. Der muss mit einer ungeheuren Wucht zwischen den beiden Bäumen neben der Straße eingeschlagen sein, denn er wurde vom Fahrersitz bis in den Kofferraum geschleudert. Dort fanden ihn die Rettungskräfte eingeklemmt vor. Während Mitarbeiter des Rettungsdienstes in das Wrack kletterten, um den jungen Mann zunächst zu stabilisieren, nahmen Feuerwehrmänner mit hydraulischem Rettungsgerät das Dach ab, um dem Mann schließlich nach etwas mehr als einer halben Stunde vorsichtig aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Weil das Auto auch im Heckbereich sehr stark deformiert war, mussten die Männer mit ihrer Rettungsschere äußerst vorsichtig schneiden, um den Fahrer nicht noch mehr zu verletzen. Nach gut 30 Minuten war der Mann aus seinem Wrack befreit. Notarzt und Sanitäter brauchten noch einmal mehr als eine halbe Stunde im Rettungswagen, um den Mann transportfähig zu machen.

Aufregung gab es nach der Personenrettung, als die Einsatzkräfte der Feuerwehr feststellten, dass im Kofferraum des Golf ein Gastank verbaut war. Eine Überprüfung des Tanks und der Leitungen sowie Messungen der Feuerwehr ergaben aber, dass der Tank dicht war und keine Gefahr bestand. Weil bei dem 23-Jährigen Alkoholgeruch festgestellt wurde, ordnete ein Staatsanwalt die Entnahme einer Blutprobe an. Das sollten Hamburger Polizisten im UK Boberg von einem Arzt durchführen lassen. Allerdings gestaltete sich das sehr schwierig, weil die Hamburger Polizisten dazu eine schriftliche Anordnung verlangten, ohne die sie in dieser Angelegenheit nicht tätig werden wollten. Offenbar glauben sie ihren Kollegen aus Schleswig-Holstein nicht, dass der Staatsanwalt eine solche Anordnung getroffen hat.

Der Besucherverkehr zur nahen Großraumdiscothek wurde örtlich abgeleitet. Nach über zwei Stunden wurde die Sperrung der L93 wieder aufgehoben.

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