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Smartphone, Smartwatch oder Sportuhr? : Facebook trainiert mit: Wenn Läufer Hunger auf Daten haben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Redakteur Andreas Olbertz läuft Marathon - mit Sportuhr. Was dafür und dagegen spricht.

Bad Oldesloe | „Echte“ Läufer brauchen keine Trainingscomputer oder Smartphones. „Mein Körper ist meine App, meinen Pulsschlag spüre ich auch ohne Messgerät“, lautet deren Devise. Jede Form von Technik wird als einengend empfunden. Ihnen gegenüber steht die Fraktion der Daten-Junkies: Jedes Training muss möglichst metergenau in allen Facetten erfasst werden – bis hin zur Menge der Flüssigkeit, die ausgeschwitzt wurde. Und wenn sich das nicht in den sozialen Netzwerken posten lässt, hat der Lauf quasi gar nicht stattgefunden.

Um diesen Datenhunger von Läufern zu befriedigen, gibt es eine regelrechte Flut von Apps. Kaum ein namhafter Sportartikelhersteller lässt sich dieses Geschäft entgehen. Zahlreiche Firmen bieten Lauf-Apps an. Teilweise ermöglichen die Mini-Programme auch in der Gratisversion schon eine gute Trainingsanalyse. Doch nicht jeder möchte zum Sport sein Smartphone mitschleppen. Für den Fall ist ein Trainingscomputer am Handgelenk die richtige Wahl. Kaum größer als eine Armbanduhr erfassen sie, je nach Modell, alle nur denkbaren Daten.

Einer der Marktführer in diesem Segment ist der Hersteller Polar. EKG-genaue Erfassung der Herzdaten ist traditionell eine Domäne der Finnen. Aber mittlerweile können deren Produkte natürlich weitaus mehr: Schrittlänge und Laufstil werden ermittelt. Die Belastung durch eine Einheit wird gemessen. Daraus ermittelt das Gerät sogar die Erholungsphase. GPS ist ebenfalls an Bord.Wer das aktuelle Spitzenmodell Polar V800 selbst nachts nicht ablegt, bekommt selbst Aussagen zur Schlafqualität. Obendrein ist der V800 auch für Triathleten geeignet – sie kann also auch beim Schwimmen und Radfahren eingesetzt werden.

Was viele Nutzer allerdings gewaltig stört: Die Trainingscomputer kommen in den seltensten Fällen ausgereift und fertig auf den Markt. Trotz des stolzen Preises von 450 Euro wurden beim V800 zahlreiche Funktionen erst mit Verspätung per Softwareupdates nachgeliefert. Und da ist Polar kein Einzelfall.

Über das Smartphone können die Daten des V800 drahtlos per Bluetooth in eine App und von dort weiter in ein Internet-Portal zur grafischen Aufbereitung geladen werden – eigentlich. Aktuell hat Polar einen Fehler in der App, der verhindert, dass die Messergebnisse vernünftig synchronisiert werden. Für die Datenjunkies unter den Läufern kommt das einem Super-Gau gleich, die andere Gruppe fühlt sich bestätigt.

Wer braucht was: Smartphone, Smartwatch oder Sportuhr?

Die Zeit messen – das ist die wichtigste Funktion, die  Läufer für ihren Trainingsalltag brauchen. Ob ein Smartphone, eine Sportuhr oder eine Smartwatch diese Aufgabe übernimmt, ist zweitrangig. Das Ergebnis ist das gleiche. Aber worin unterscheiden sich die Geräte?

Die Funktionen von Sportuhren variieren je nach Preisniveau. Es gibt verschiedene Auswertungsparameter. Teurere Varianten haben einen GPS-Empfänger. Die Kopplung mit dem Computer ist in der Regel umständlich. Erst die neuesten Modelle können per Bluetooth mit anderen Geräten verbunden werden. Wer seine Trainingsdaten ganz einfach im Internet veröffentlichen will, braucht ein Smartphone. Apps übernehmen die Funktion der Sportuhr und übertragen die Daten auf Wunsch zu Facebook und Co. Ihr Nachteil ist allerdings die Größe. Da punkten die neuen Smartwatches - eine Kombination aus Sportuhr und Smartphone. Sie sind allerdings vergleichsweise teuer.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 17.Mär.2015 | 06:00 Uhr

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