Kunstrasen : Exer für alle – zumindest zeitweise

Kompromiss: Ein Plan regelt jetzt, wer wann auf den Kunstrasen darf.
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Kompromiss: Ein Plan regelt jetzt, wer wann auf den Kunstrasen darf.

Ein Belegungsplan regelt zukünftig die Nutzung des neuen Kunstrasens im Herzen von Bad Oldesloe. Nach einem halben Jahr Probebetrieb soll die Regelung überprüft werden.

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27. Juni 2014, 06:00 Uhr

Ist das die Lösung nach jeder Menge Theater und verbalem Gerangel? Der für viel Geld auf dem Exer gebaute Kunstrasen ist bei Freizeitkickern der absolute Hit. Das führte zu Problemen mit dem VfL, denn geregelter Vereinssport und vor allem Punktspiele waren nicht mehr möglich, weil es ausdrücklicher Wille der Politik war, den Exer zur gleichberechtigten Nutzung zur Verfügung zu stellen (wir berichteten). Im Mai fand ein Gespräch mit zahlreichen Nutzern des Platzes statt, um die jeweiligen Bedarfe zu ermitteln. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Fachbereichsleiter Thomas Sobczak.

Herausgekommen ist eine Tabelle, in der mit Farbfeldern klar erkennbar ist, wer wann den Platz nutzt. So hat die TMS schon mal pauschal an zwei Tagen das Feld von 10 bis 16 Uhr komplett für sich geblockt. „Das werden wir beobachten“, kündigte Sobczak im Sozialausschuss an. Daneben gibt es einige rot markierte Zeitfenster, in denen der VfL den Platz zwingend für Training oder Punktspiele nutzt.

Belegungsplan
Der Belegungsplan für die neue Kunstrasenfläche.

Der Belegungsplan kann hier herunter geladen werden: Belegungsplan.pdf

Die restliche Zeit, steht der Platz zur freien Nutzung zur Verfügung. Theoretisch, wenn da nicht noch die gelben Bereiche wären. Dabei handelt es sich um Zeiten, die der VfL bei Bedarf nutzen möchte. „Fußball ist nur zu einem geringen Anteil planbar“, machte Vorsitzender Detlef Rädisch deutlich. Aktuell seien beispielsweise alle Rasenplätze gesperrt. Dann brauche der Verein Ausweichmöglichkeiten. Das kam bei Halina Waltz (SPD) ziemlich schlecht an: „Das ist doch kein Kompromiss, sondern Vereinnahme.“ Gudrun Möllnitz (CDU) machte darauf aufmerksam, dass diese Zeitfenster nur genutzt werden dürften, wenn „nachweisbar“ keine anderen Flächen zur Verfügung stehen. „Das sollte also die Ausnahme bleiben“, so die Christdemokratin. Die Verwaltung müsse schnell eine Lösung finden, wie Hobbykickern die Platzbelegung ersichtlich gemacht werden kann.

Der Plan gilt. In einem halben Jahr soll er auf seine Praktikabilität überprüft werden.

 
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