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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 05:52 Uhr

Etappenziel ist erreicht

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Anwohner-Initiative will sich aber weiterhin für Verkehrsberuhigung einsetzen

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Nütschau | Die AnwohnerInitiative aus Nütschau, die sich zum Schutz der Travebrücke und für eine Verkehrsberuhigung der am Kloster vorbeiführenden Schlossstraße einsetzt, hat ein Etappenziel erreicht: An den Einmündungen von der Lindenstraße und am Abzweiger von der Segeberger Straße/Nütschauer Weg wird nun unmissverständlich auf das Durchfahrtsverbot für Lkw hingewiesen.

Bisher waren Lastwagen und Sattelschlepper immer wieder durch die Schlossstraße und die hölzerne Travebrücke gefahren, um den Weg von der A 21 in Richtung Bad Segeberg abzukürzen.

"Wir haben damit etwas erreicht, was seit Jahren nicht erreicht wurde. Und das unabhängig von der Unterstützung der Gemeinde und des Kreises", so Antonius van den Nieuwendijk. Es ging aber nicht ohne Hilfe, und um die zu bekommen haben die Anlieger alle Hebel in Bewegung gesetzt. "Maßgeblichen Anteil an der neuen Verkehrslenkung hatten neben den Landtagsabgeordneten Rainer Wiegard (CDU) und Tobias von Pein (SPD) auch Beate Bäumer vom Katholischen Büro Schleswig-Holstein, Maren Hering vom Verband Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg sowie Dr. Thomas Rackow vom SVG und der Leiter Straßenverkehr beim Kreis Stormarn, Dirk Willhöft", betont Eggert Timm. "Ich denke als Initiative kann man mehr erreichen als die Gemeinde", sagt Pater Matthäus Buß vom Kloster Nütschau.

Ziel ist, nicht nur den Schwerlastverkehr aus der Schlossstraße zu verbannen, sondern auch allgemeine Verkehrsberuhigung zu bekommen und Schaden abzuwenden. "Durch die Lastwagen kann die hölzerne Travebrücke Schaden nehmen", betonte Timm. Und das Kloster entwickele sich immer mehr zu einem Tourismusmagnet. "Wir haben rund 15 000 Übernachtungen pro Jahr. Die Zahl der Tagesgäste können wir gar nicht erfassen", so Pater Matthäus. Darunter sind auch viele Schulklassen und Familien, die im Jugendhaus des Klosters beherbergt werden.

"Wir haben ein Kleinod, das geschützt werden muss", sagt Eggert Timm. Nachdem sich die Initiative bisher von der Gemeinde nicht ausreichend unterstützt fühlte gab es nun ein Gespräch mit Bürgermeister Peter Lengfeld (AWGT) und Vertretern der SPD. Die Initiative verknüpft damit eine vorsichtige Hoffnung auf eine künftige Zusammenarbeit. "Wir werden uns aber nicht vereinnahmen lassen, sondern für unsere Ziele weiter kämpfen", so van den Nieuwendijk.

Den Anliegern geht es nun darum, bereits an der Autobahnabfahrt Bad Oldesloe Nord ein Schild aufzustellen, das auf die Sperrung der Schlossstraße für Lastwagen hinweist. Außerdem will man auf die Softwarehersteller von Navigationgeräten einwirken, dass dort auf die Sperrung für Lkw hingewiesen wird. Und nicht zuletzt geht es der Initiative um eine direkte Verkehrsberuhigung in der Schlossstraße. "Hier wird noch immer viel zu schnell gefahren", sagt Eggert Timm.

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