Es tut sich was - Hoteldirektor eingestellt

Kam unter den Hammer, wird zurzeit renoviert und hat bereits einen neuen Chef: das ehemalige Intermar-Hotel am Sandkamp.  Fotos: rob/st
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Kam unter den Hammer, wird zurzeit renoviert und hat bereits einen neuen Chef: das ehemalige Intermar-Hotel am Sandkamp. Fotos: rob/st

Am Sandkamp tut sich was: Dirk-Uwe Schörner ist Direktor des Ex-Intermar, stellt Personal ein und bereitet die Eröffnung vor.

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08. Januar 2009, 10:26 Uhr

Bad Oldesloe | "Herzlich willkommen!" Freudestrahlend begrüßt Dirk-Uwe Schörner schon jetzt Besucher in "seinem" Haus, dabei ist das noch geschlossen. Der 43-Jährige ist neuer Direktor des ehemaligen Intermar Hotels am Sandkamp. Oder ist er der Direktor des Grand City Hotels Oldesloe? Oder des … ? Schörner schmunzelt. "Also ein Etap Hotel wird es definitiv nicht", sagt er und zielt damit auf Spekulationen im Stormarner Tageblatt ab. Dafür wäre, salopp gesagt, die Ausstattung des Hauses mit 20 Tagungsräumen, Restaurant, Bar und Wellnessbereich schlichtweg zu gut und überdimensioniert. Mehr stehe leider immer noch nicht fest. "Die Entscheidung wird aber in den kommenden Tagen oder Wochen fallen", ist der Hotelfachmann überzeugt.

Dirk Schörner stammt aus dem Schwarzwald und hat das Hotelfach von der Pieke auf gelernt. Grandhotel Breidenbacher Hof in Düsseldorf, Savoy in London, Kempinski in Frankfurt sind Stationen seiner Karriere. Mehrere Jahre war Schörner beim Maritim und kam dann in den Norden: In Itzehoe baute er das Mer-cure auf, in Bad Bramstedt erhielt der Köhlerhof unter ihm neues Leben sowie seinen vierten Stern, ebenso in Stockelsdorf der "Lübecker Hof". Dazwischen lag ein Abstecher als Hoteldirektor auf die vor Mittelamerika kreuzende "Aida".

"Dienstleistung, das habe ich in den Fünf-Sterne-Häusern gelernt, Wirtschaftlichkeit in der Konzern-Hotelerie", erklärt er. Obendrein brauche man in dem Job aber auch noch jede Menge Kreativität. Früher galt für den Hotelkaufmann: "Ein Jahr bleiben, dann suchst du dir was Neues - als ich noch jung war."

Und jetzt Intermar Bad Oldesloe. Freunde haben Dirk Schörner gefragt, warum er sich dieser neuen Herausforderung stelle, und er zögert nicht lange mit einer Antwort: "Ich habe Spaß an meinem Job und weiß, dass dieses Haus gute Chancen hat." Eine seiner Maximen lautet: "Das Haus wird da

leben, wo es steht - wir werden uns in den Markt hier und in den Ort integrieren." Er begreift sich schon jetzt als Teil von Oldesloe, denn er wohnt in der Kreisstadt. In Stockelsdorf hatte sich Dirk Schörner auch im lokalen Gewerbeverein engagiert - wer weiß, was das für Oldesloe bedeutet. Und dann sprudeln auch schon erste Visionen aus ihm heraus. Nein, erklärt er, das Haus werde eben nicht nur ein Hotel für auswärtige Gäste sein, denen die Stadt egal sei. Er will sich mit Aktionen einbringen und an Aktionen beteiligen. "Das kann für uns und für Oldesloe nur von Vorteil sein", gibt er sich kämpferisch. Das Ex-Intermar soll auch für die Einheimischen zur Anlaufstelle werden - beispielsweise für die große Geburtstagsfeier des Fami-lienoberhaupts oder bei einer geselligen Runde der Kegel-Clique.

Zurzeit ist er dabei, die ersten Leitungspositionen zu besetzen: Küchenchef sowie Direktionsassistenten für Bankett und Logis. Weitere Stellen werden folgen. Dabei helfen ihm natürlich seine Kenntnisse der regionale "Hotelszene". Kollegen und ehemalige Auszubildende, zu denen der Kontakt gehalten wurde, Lieferanten, zu denen bereits Beziehungen bestanden oder Vermittler, mit den zusammengearbeitet wurde - man kennt sich eben schon.

Direktor Schörner ist zuversichtlich: "Es wird relativ schnell gehen, dass hier alles rund läuft." Und dann ist er schon wieder auf dem Sprung zur nächsten "Baustelle"? "Ich werde so lange bleiben, wie es der Gesellschaft und mir Spaß macht", antwortet der Hansdampf, um dann aber gleich nachzulegen: "Ich bin ja auch kein junger Hubs mehr."

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