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Stormarner Wochenschau : Es kommt eben ganz darauf an

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

... und dann ab in die Ferien

Hochgekocht

: Die Holzvögel sind erlegt, die Zeugnisse vergeben, die Sitzungen getagt. Nicht nur Lehrer und Schüler, auch die Kommunalpolitiker haben das Buch geschlossen und machen sich auf in die Ferien. Das heißt allerdings nicht, dass alle Hausaufgaben gemacht wären. Im Kreis wartet man weiter auf Zahlen, wie viele Einsätze die Leitstelle zu bewältigen hat, wie viel Personal man dafür braucht und ob die drei Kreise eine neue Leitstelle allein oder gemeinsam mit der Polizei oder mit der Feuerwehr Lübeck bauen. In Ahrensburg ist der Flächennutzungsplan ein Dauerbrenner, der in den vergangenen Wochen hochkochte. Will man Neubaugebiete, und wenn ja im Norden oder im Süden der Stadt? Oder reicht das, was schon in der Pipeline ist plus Innenverdichtung? Entscheiden wollte das vor der Sommerpause ohnehin niemand mehr. Bis Ende September dürfte Ruhe im Karton sein, denn am 26. September steht die Einwohnerversammlung an, der man nicht vorgreifen möchte. Da sollte man auch gleich die Nordtangente auf die Tagesordnung nehmen, die wie Kai aus der Kiste wieder aufgetaucht ist. Nicht in einer der Varianten, die in den letzten Jahren diskutiert worden waren, sondern in der Version, die seinerzeit fast als erste von Ahrensburg ausgeschlossen wurde.

Elektroschock

: Manche Dinge dauern eben. Glaubt man zumindest, wenn es heißt, dass sie kompliziert wären oder gerade kein Geld da sei oder niemand, der die Pläne machen könne. Und wenn doch, dann wären da noch die übergeordneten Behörden, die das genehmigen müssten, und das sei zweifelhaft. Darf man alles vergessen, wenn etwas gewollt ist. Wie der E-Highway. Der ist neuer, einzigartiger, technisch anspruchsvoller und teurer als die Aufstockung des Lärmschutzwalls in Hamberge. Aber anders als bei seit Jahren mit Rechtsanspruch verbürgten und versprochenen Lärmschutz gibt es beim E-Highway überhaupt kein Problem, den zu finanzieren und zu bauen. Wo doch das Planungsrecht in Deutschland so kompliziert sein soll, dass die Projekte Jahrzehnte brauchen, wenn sie denn überhaupt realisiert werden? Geht offensichtlich doch anders. Da drückt man einfach den Stempel „Energiewende“ drauf, dann flutscht das.

Aber wer weiß, vielleicht zieht Hamberge ja doch noch den Stecker, hat sich unsere Karikaturistin Megi Bazler mal ausgemalt.

Siegreich

Ist das nun witzig oder das Gegenteil? Alexander Wagner aus dem Segebergischen ist ja der neue Franz Thönnes als Bundestagskandidat der SPD für Segeberg/Stormarn Mitte. Und er gibt nicht nur aus, den Wahlkreis direkt gewinnen zu wollen, er hat auch sein Büro „Wahlsieg-Büro“ genannt. Franz Thönnes war der direkte Einzug in den Bundestag zuletzt 2002 gelungen, als er auch Landesvorsitzender der SPD war. Seitdem hatte er immer das Nachsehen gegen den CDU-Kandidaten. Wagner orientiert sich offensichtlich an Martin Schulz. Der sagt ja auch immer, er würde Kanzler. Dazu passt Alexander Wagners Pressemitteilung dieser Woche mit dem Inhalt: Den Zukunftsplan von Martin Schulz finde ich gut.

Aufregend

: Was war das für ein Aufriss um die Sicherheit beim Oldesloer Vogelschießen. Dass nichts war, war gut. Aber wenn was gewesen wäre, hätte das, was man aufgefahren hat, auch nichts genutzt.
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erstellt am 23.Jul.2017 | 08:00 Uhr

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