Es keimt wieder Hoffnung auf

Den Reinfeldern seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge und eine Gefahr nicht nur für Schulkinder: die immer noch nicht sanierte Ahrensböker Straße mit etlichen Schlaglöchern (siehe rechts). Fotos: fsh
Den Reinfeldern seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge und eine Gefahr nicht nur für Schulkinder: die immer noch nicht sanierte Ahrensböker Straße mit etlichen Schlaglöchern (siehe rechts). Fotos: fsh

Wird die L 71 doch noch saniert? Stadtverordnetenbeschluss soll in Landesplanung einfließen

shz.de von
30. Mai 2013, 03:59 Uhr

Reinfeld | Jahrzehnte haben sich die Stadtverordneten um den Ausbau und die Sanierung der Ahrensböker Straße (L 71) bemüht - vergeblich. "Was sie jetzt mit uns machen, ist nicht mehr erträglich", sagte schon 2011 Bürgervorsteher Hans-Peter Lippardt - und das nicht zum ersten Mal.

Zwei Jahre sind seitdem ins Land gegangen, und nichts hat sich verändert. Da die L 71 eine Landesstraße ist, um die sich konsequenterweise auch das Land kümmern müsste, gerieten die Verhandlungen jahrelang ins Stocken. Für 2012 wurde eine Teilsanierung zugesagt. Doch dann erwies sich das Wort der LBV-Führungsspitze als Luftblase. Die zugesagten 200 000 Euro wurden kurzerhand mit der Erklärung, die L 71 sei "nicht Gegenstand der Unterhaltspläne", gestrichen. Da kann man schon fast an einen Schildbürgerstreich glauben.

Doch nun - nach zähen Verhandlungen, einem Besuch des damaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen, dem Einschalten der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und einem unendlichen Schriftwechsel - soll alles anders werden. Einstimmig stimmten die Stadtverordneten dem Ausbau der L 71 zu.

Geplant ist ein 1,70 Meter breiter Gehweg und auf der gegenüberliegenden Seite ein Radweg von bis zu drei Metern Breite zwischen der Brücke am Claudiushof und der Abfahrt Neuhöfer Straße. Dringend notwendig, denn dort gehen Kinder zur Schule, halten Busse und befinden sich die Matthias-Claudius-Grundschule und Turnhalle. Im Verlauf der Straße bis zum Heilsauring wird es allerdings nur einen beidseitigen Fuß-, aber keinen Radweg geben. Radler sollen, so der Wunsch der Stadtverordneten, lieber die dicht befahrene Ahrensböker Straße meiden und statt dessen über Nebenstraßen fahren.

Der Beschluss soll in die Planungen des alle zwei Jahre aufzulegenden Landestraßenunterhaltskonzeptes aufgenommen werden - diesmal hoffentlich mit Erfolg. Die Stadtverordneten hoffen, dass der Ausbau 2014/15 beginnen kann, wenn die Maßnahmen in die Finanzpläne des Landes mit einfließen. Ein Anfang wäre mit der Sanierung des Teilstückes an der Grundschule gemacht. Dieser ist auch Teil des städtischen Sanierungskonzeptes, bei dem für die Landesbehörden eine Mitwirkungspflicht besteht. Man werde, da sind sich alle Stadtverordneten einig, nicht locker lassen, um die gesamte Straße endlich in einen vernünftigen und sicheren Zustand zu bringen.

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