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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:14 Uhr

Bad Oldesloe : „Es ist eine Katastrophe“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Bauausschussmitglieder kritisieren die Arbeiten in der Innenstadt – sowohl wegen der Dauer als auch der Qualität. Die Stadtwerke reagierten überrascht.

Die Mitglieder des Oldesloer Bauausschusses zeigten sich sehr unzufrieden mit den von den Vereinigten Stadtwerken beauftragten Unternehmen für die Erdarbeiten in der Innenstadt. Nicht nur die Dauer der Maßnahme wurde kritisiert, sondern vor allem die aus Sicht der Politiker mangelnde Qualität in der Ausführung. „Man fragt sich, ob das tatsächlich so bleiben soll. Es ist eine Katastrophe, wie das zum Teil aussieht – absolut inakzeptabel. Außerdem gibt es Stolperfallen. Das kann niemals so abgenommen werden“, sagte Uwe Rädisch (CDU).

Und auch Hans-Herrmann Roden (SPD) pflichtete ihm bei. Wie die Gehwegplatten verlegt wurden und die Rinnen in der Hindenburgstraße hinterlassen wurde, sei nicht hinnehmbar. „Es gibt negatives Gefälle in Richtung der Abflüsse, es gibt Absätze zwischen den Platten“, monierte er. Es sei schlichtweg schlampig und ungenau gearbeitet worden. Die übrigen Ausschussmitglieder stimmten in diese Kritik ein.

„Tatsächlich sind diese Arbeiten noch nicht abgenommen worden. Es ist aber auch an einigen Stellen nicht so leicht, den Originalzustand wieder herzustellen, wenn einzelne Platten entfernt wurden“, so Bauamtsleiter Thilo Scheuber. Trotzdem sei ihm bewusst, dass die Arbeiten genau kontrolliert werden müssen. „Diese schlechte Qualität in der Ausführung fällt mir aktuell auch in anderen Bereichen der Stadt auf, wo die VSG tätig wird. Da müssen wir mal ernsthafte Gespräche führen. Denen fehlt offensichtlich eine richtige Bauaufsicht oder -leitung“, polterte Rädisch. Scheuber wurde in der Folge durch den Bauausschuss beauftragt, eine sehr genaue Bauabnahme durch seine Mitarbeiter vornehmen zu lassen. „Da wird die VSG sicherlich nochmal hier und da ran müssen und neu verlegen“, so Rädisch.

Bei den Stadtwerken reagiert man erstaunt über die Beschwerden. „An uns ist die Politik nicht herangetreten. Ich höre das jetzt zum ersten Mal“, so Christian Meusel. „Aktuell kann man ja deutlich sehen, dass wir noch dabei sind, die Pflasterung wiederherzustellen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen“, führt er weiter aus. Daher verwundere ihn der Zeitpunkt der Kritik. „Wir arbeiten eigentlich sehr gut und eng mit dem Bauamt in der Stadtverwaltung zusammen. In Kürze soll die Abnahme erfolgen. Das ist ja der normale Ablauf“, so Meusel weiter. „Sollte es dann zu Beanstandungen kommen, werden wir das natürlich nachbessern“, versprach er.

Gerüchte wonach die Fußgängerzone angeblich in Kürz ohnehin wieder aufgerissen werde, um Glasfaserkabel für schnelles Internet zu verlegen, dementiert er. „Das wäre ja nicht sinnvoll, wenn wir dann jetzt die Oberflächenarbeiten abschließen. Der Aufwand ist nicht gerade gering“, sagt Meusel.  

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