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Es ist amtlich: Letzter Gottesdienst am 30. Juni

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Kirchengemeinderat Ahrensburg lehnt Anträge der Gemeindeversammlung zu St. Johannes ab

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erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ahrensburg | Der Kirchengemeinderat (KGR) hat die Anträge aus der Gemeindeversammlung im Februar abgelehnt. In der Schlosskirche hatten die 250 Teilnehmer mit großer Mehrheit für den Antrag von Pastor i. R. Wilfried Pioch gestimmt, den Verkaufsbeschluss für Gemeindehaus und Pastorat von St. Johannes zwei Jahre zurückzustellen und eine Spendenaktion zu starten.

Gegen eine Geldsammlung sei grundsätzlich nichts einzuwenden, sagt KGR-Vorsitzende Anja Botta, unter dem Motto "Rettet das Gemeindehaus" gehe es aber nicht, da der Verkaufsbeschluss, "leider alternativlos" und zwingend notwendig für die Reduzierung des strukturellen Haushaltsdefizits der Kirchengemeinde Ahrensburg sei. Das sind zurzeit 80 000 Euro im Jahr - ohne die Kosten für die Unterhaltung des Gemeindehauses. Damit war auch klar, dass der KGR den Antrag ablehnen musste, nur ein Teilgrundstück zu verkaufen und aus dem Erlös ein neues, bescheidenes St. Johannes-Gemeindehaus zu bauen. Der KGR hält nicht nur am Plan fest, das Haus Ende Juni zu schließen, sondern hat auch beschlossen, ab dann keine Gottesdienste mehr in der St. Johanneskirche zu feiern. Der Abschlussgottesdienst wird am 30. Juni stattfinden

Auch einen "Runden Tisch" aus KGR-Vertretern, betroffenen Gruppen sowie Fachleuten wird es nicht geben. Der sollte laut Antrag Verkauf und Verwertung von Immobilien prüfen und beurteilen. "Das geht rechtlich überhaupt nicht", sagt Anja Botta. Für Immobilienangelegenheiten sei nun mal der KGR zuständig. Und öffentlich tage, wie ein weiter Antrag fordere, könne er auch nicht, da Immobilien- und Personalangelegenheiten intern besprochen werden müssten.

"Man kann natürlich darüber nachdenken, wieder eine Fragestunde für die Sitzungen des KGR einzuführen", sagt Anja Botta. Allerdings - und das ist auch die Begründung, den Antrag für eine weitere Gemeindeversammlung im Mai abzulehnen - würden ständig Gespräche mit Vertretern der Gruppen geführt und die Themen eingehend im KGR beraten.

Zweimal stimmte das Gremium Anträgen aus der Gemeindeversammlung auch zu: Die Pastorenstelle an St.- Johannes wieder zu besetzen und die Haushalt 2013 und 2014 auszugleichen. Das eine war ohnehin geplant und die Stelle ausgeschrieben. Das andere ist grundsätzlich Vorgabe und Ziel.

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