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Lütjensee: : „Es herrscht eine tolle Arbeitsatmosphäre hier“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Landesweites Treffen der Kinder- und Jugendbeiräte und -parlamente in Lütjensee unter dem Motto „PartizipAction“.

„Es herrscht eine tolle Arbeitsatmosphäre hier“, sagt Niko aus Neustadt. Der 15-Jährige ist zum zweiten Mal im Stormarner Jugendgästehaus, um die Spielregeln der Jugend- und Kommunalpolitik kenn zu lernen. Er gehört wie die weiteren 37 Teilnehmer am Workshop des Kreisjugendrings zu einem Kinder- und Jugendbeirat. Die Organisatoren bezeichnen das als „PartizipAction“. Es geht also um Partizipation – um Teilhabe der jungen Generation, die ihre Interessen geltend machen soll. „Wir haben das Recht auf Beteiligung als erstes Bundesland in die Gemeindeordnung aufgenommen“, sagt Klaus Meeder vom Sozialministerium. Das unterstützt das landesweit neunte Seminar dieser Art. Es soll Politikverdrossenheit entgegenwirken. „Bei der letzten Kommunalwahl lag die Beteiligung unter 50 Prozent“, ist Meeder besorgt.

Als Leuchtturm im Land wird der Ahrensburger Beirat angesehen. „In jeder Fraktion der Stadt war mindestens ein ehemaliges Mitglied vertreten“, sagt Stefan Kühl, Vorsitzende des Kreisjugendrings Stormarn. Das wirke der Politikverdrossenheit entgegen. Auch der aktuelle Workshop trage dazu bei: „Ich spüre einen Ruck“, sagt er, „alle Teilnehmer werden das mitnehmen.“

„Mit Tremsbüttel und Lauenburg sind auch zwei frisch gewählte Beiräte dabei“, sagt Kühl. Der Süden des Landes ist deutlich stärker vertreten, aber auch Flensburg und Helgoland sind dabei. Sie lernen unter anderem, rhetorisch gewandter zu diskutieren und den Politikern dabei auf Augenhöhe zu begegnen. „Ein Thema ist die Einschätzung von Konfliktsituationen und daraus eine Lösung zu finden, bei der sich keiner als Unterlegener fühlt“, so Jorinde Rose vom KJR. Grundlagen der Mediennutzung, der Moderation von Diskussionen und die Überwindung von Sprachbarrieren wurden in den Workshops ebenfalls vermittelt. „Demokratie lebt vom Engagement, das muss auf allen Ebenen immer wieder gestärkt und gelernt werden“, sagt Uwe Sommer vom KJR.
„Ich habe gelernt, mich im Parlament besser auszudrücken und Sitzungen zu leiten“, sagt der 15-jährige Niko. Er hat aber auch e Freundschaften aus dem vergangenen Jahr aufgefrischt und neue geschlossen: „Ich habe ein gutes Gemeinschaftsgefühl erlebt.“




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