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Tourismus in Stormarn : „Es gibt noch viel Potenzial“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Kreis präsentiert sich auf Tourismusmesse „Reisen Hamburg“. Dort wird ein neuer Oldesloe-Flyer vorgestellt.

Zufrieden blättert Agnes Heesch durch den neuen Flyer, mit dem sich die Stadt Bad Oldesloe ab nächster Woche Touristen kurz und griffig präsentiert. Die Öffentlichkeitsarbeitschefin der Stadt, in deren Bereich auch der Tourismus fällt, wird ihn gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Lembke und zwei Mitarbeiterinnen der Stadtinfo auf der Tourismusmesse „Reisen Hamburg“ präsentieren, die am Mittwoch, 8. Februar, in den Messehallen startet. Geschehen wird das am Stand der Tourismusbeauftragten des Kreises, Rabea Stahl.

„Erstmalig sind auch einzelne Städte mit eigenen Flyern vertreten. Wir gestalten den Stand aber als Stormarn gemeinsam. Mit dabei sind Reinfeld, Reinbek und Bad Oldesloe, wobei der Oldesloer Flyer am umfangreichsten ausfällt“, berichtet Stahl. Sie lobt ausdrücklich die neue Stadtinfo und das Kultur- und Bildungszentrum der Kreisstadt. „Es gibt nicht in jeder Stadt eine eigene Anlaufstelle oder einen Bereich, der für den Tourismus zuständig ist“, so Stahl weiter. Wichtig sei es, um Stormarn als Ganzes touristisch vermarkten zu können, dass man sich gut kenne und auch unter den Kommunen an einem Strang ziehe. Der Austausch zwischen den Städten und Gemeinden solle daher verstärkt werden.

Ein Mittel dazu ist es auch, dass ein gemeinsamer Veranstaltungskalender der Metropolregion Hamburg genutzt wird. „Wir als Kreis machen das schon, mehrere Städte und Gemeinden sind da jetzt auch dran“, erklärt Stahl. „Auch wir werden den Kalender bei uns einführen“, erklärt Heesch. Die Vorbereitungen dazu seien in den letzten Zügen. „Damit schaffen wir eine deutlich höhere Reichweite“, ist sie sich sicher. Im Flyer für die Tourismusmesse stellt Heesch auch einige kleine Neuheiten vor. „Wir bauen den Bereich der Stadtführungen aus. Zum Beispiel soll es Rad- und Kinderführungen geben. Die Erlebnisführungen konnten wir erhalten. Außerdem wollen wir langfristig anbieten können, dass wir auch Führer für die gesamte Region vermitteln können an Bus- und Reiseunternehmen“, so Heesch weiter. Der Rad- und Kanuverleih soll eine Überarbeitung und Neuauflage erfahren. „Wenn man unseren Flyer so sieht, merkt man schnell, dass hier viel los ist. Er wuchs bei der Erarbeitung quasi täglich“, erklärt Anja Lübben von der Stadtinfo.

Dass Heesch auf die Verbindung von Kultur- und Natur setzt, ist für Stahl genau der richtige Ansatz. „Besonders beliebt sind unsere Radwege. Der Bereich der Naherholung im Grünen ist eine echte Stärke des Kreises. Die Nachbarschaft zu Hamburg oder Lübeck muss auch gar keine Konkurrenz sein. Viel mehr kann man sagen, dass man sich hier am Tag erholen kann und dann abends trotzdem auch mal zum Musical nach Hamburg oder in eines der Kulturangebote hier, wie im Marstall oder im Kub.“ Veranstaltungsreihen wie die „Sommerbrise“ mit Kreiskulturreferentin Tanja Lütje hätten auch gezeigt, dass die Verbindung Kultur und Natur wunderbar funktioniere.

Ein großes Thema ist für Stahl auch „Social Media“. In dem Bereich werde sich in den nächsten Jahren viel tun. Die nächste gemeinsame Kampagne in der Metropolregion werde daher auch sehr auf diesen Bereich abzielen. In diesem Sektor sind die Städte noch nicht so weit.

„Ich finde Facebook, Instagram und ähnliche Medien auch enorm wichtig. Wir sind da aber noch in rechtlichen Klärungen. Aktuell dürfen wir diese Kanäle aus Datenschutzgründen noch nicht nutzen“, so Agnes Heesch. Sie hoffe, dass sich hier Lösungen finden lassen werden. Eine neue Stadthomepage sei ebenfalls bereits auf den Weg gebracht. Der erste Eindruck vieler möglicher Besucher sei eben über das Internet und vor allem mittlerweile über das Handy, weiß auch Stahl zu berichten. „Insgesamt gibt es noch viel Potenzial, dass wir vor allem gemeinsam nutzen können. Ich kann das dann bündeln und immer gerne unterstützen. Aber in den einzelnen Städten und Gemeinden muss das Engagement vorhanden sein“, so Stahl.

Bedauerlich findet sie momentan bei aller Euphorie über 30 Prozent gestiegene Übernachtungszahlen zwischen 2010 und 2015, dass sich Ahrensburg momentan komplett aus den gemeinsamen Maßnahmen raushalte und auch nicht auf der Messe vertreten sein wird. „Das hat allerdings eher interne Gründe in der Ahrensburger Verwaltung“, so Stahl. Sie hoffe, dass sich das in Zukunft ändere und auch die Schlossstadt sich zum Beispiel am gemeinsamen Veranstaltungskalender beteiligen werde.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 06:00 Uhr

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