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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 20:55 Uhr

Es bleibt bei zwei Pröpsten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kirchenkreis Plön-Segeberg für Nachbesetzung

von
erstellt am 30.Okt.2013 | 11:35 Uhr

Im Kirchenkreis Plön-Segeberg bleibt es bei zwei Pröpsten. Einstimmig hat sich die Synode dafür entschieden, die Stelle des im Sommer ausscheidenden Propst Matthias Petersen neu auszuschreiben. Beim Auftakt-Gottesdienst hielt Propst Petersen seine letzte Synodenpredigt. Er erinnerte daran, dass die Kirche „Gott vom Unrecht in der Welt erzählen, ja es ihm entgegen schreien müsse“. Gleichzeitig müsse sie „eine sich immer wieder reformierende Kirche sein, die Veränderungen mutig anpacken solle“. Seine Auslegung des Predigttextes gab der Synode einen deutlichen Impuls in Richtung Veränderung.

Die Frage, ob die pröpstliche Arbeit von einem Propst geleistet werden kann und sollte, wurde kontrovers. diskutiert. Eine Synodale fragte, ob nicht eine Spitze integrierender und für das Wir-Gefühl förderlicher sei als zwei, wie vom Kirchenkreisrat empfohlen. Dagegen wurde die schon heute hohe Arbeitsbelastung der Pröpste durch Visitationen der 35 Gemeinden, Seelsorge und Beratung der 67 Pastoren sowie Verpflichtungen beim Bildungswerk und dem Diakonischen Werk ins Feld geführt. Da keine Kosten gespart würden, stimmten die 68 Synodalen bei nur zwei Enthaltungen für die Neuausschreibung der Stelle, die an die Gemeinde Preetz angebunden bleibt.

Weiterer Schwerpunkt war die Jahresrechnung 2012 in Höhe von etwas über 30 Millionen Euro. Durch die gute konjunkturelle Lage stiegen die Kirchensteuereinnahmen um 1,45 Millionen Euro, alle anderen Haushaltsansätze blieben im Soll, so dass der Kirchenkreisrates einstimmig entlastet wurde.

Durch die freiwillige Zusammenlegung der Verwaltungen vor elf Jahren habe der Kirchenkreis die Fusion gut vorbereitet und sei im Prozess des Zusammenwachsens schon sehr weit fortgeschritten, sagt Bischofsvertreter Gothart Magaard, der seinen Visitationsbericht vorstellte. Durch neue Aufgaben der Verwaltung habe die Fusion allerdings zu höheren Kosten und längeren Wegen geführt. Positiv bewertete er die Schwerpunktsetzung in den Propsteien mit der Diakonie in Plön und dem Bildungswerk in Segeberg. Aber er habe auch erfahren, dass es noch gewisse Fremdheit gebe zwischen den beiden Propsteien. In Arbeitsgruppen berieten die Synodalen anschließend, was konkret getan werden kann, um eine weitere Annäherung in Verwaltung, Diakonie, Bildungswerk und in den Gemeinden zu fördern.


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