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Kreisfeuerwehrzentrale : Erweiterung „bar bezahlt“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreis investiert 2,8 Millionen Euro in die Kreisfeuerwehrzentrale ohne Kredite aufnehmen zu müssen. Der Kreis hat jetzt eine moderne Atemschutzstrecke und eine Fahrzeug-Prüfhalle.

Am Wochenende ist der Erweiterungsbau der Kreisfeuerwehrzentrale im Travenbrücker Ortsteil Nütschau eingeweiht worden. Mehr als 250 Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Angehörige aller freiwilligen Feuerwehren des Kreises und der Nachbarkreisverbände nahmen an der Feier in der Halle des Löschzugs Gefahrgut teil.

Der Kreisbaudirektor Klaus Kucinski ergriff als erster Redner das Wort und machte deutlich, dass auf dem Areal seit Mai 2012 drei neue Bereiche entstanden seien. Da sei zunächst die hochmoderne Atemschutzstrecke für die Ausbildung der Einsatzkräfte aller Stormarner Wehren, eine daran angeschlossene Atemschutzwerkstatt sowie eine neue Prüfhalle für die Einsatzfahrzeuge der Stormarner Feuerwehren. „Es waren für den Erweiterungsbau in Nütschau 2,8 Millionen Euro eingeplant. Der Kreis hat sogar weniger als diese veranschlagten 2,8 Millionen Euro ausgegeben“, erklärte Kucinski nicht ganz ohne Stolz.

Insgesamt habe der Kreis seit dem Jahr 2006 mittlerweile 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Feuerwehrzentrale und die Ausstattung des Kreisfeuerwehrverbandes investiert. Alle am Bau beteiligten Firmen hätten sich viel Mühe gegeben, ihre Arbeiten termingerecht abzuliefern. Dafür habe es so manche Nachtschicht gegeben und auch an vielen Wochenenden sei gearbeitet worden. Beschwerden, unter anderem wegen Baustellenlärm, habe es nur wenige gegeben, so der Leiter des Kreisbauamts.

Kreispräsident Hans-Werner Harmuth äußerte sich begeistert von der neuen Atemschutzstrecke. „Was die Einsatzkräfte der Feuerwehren hier im Training an physischer und psychischer Leistung abliefern und dann später im Einsatz unter noch härteren Bedingungen zeigen, ist toll. Und sie machen es in ihrer Freizeit und ehrenamtlich!“ Die Ausbildungsbedingungen, so der Kreispräsident, seien jetzt optimal.

Landrat Klaus Plöger, wie immer gut aufgelegt, wenn er bei den Feuerwehren des Kreises zu Gast ist, hob hervor: „Wir schreiben eine gemeinsame Erfolgsstory. Die 2,8 Millionen Euro, die wir quasi in bar bezahlt haben, ist unserer guten Politik zu verdanken. Die Kreispolitik ist außerdem ein Vorbild für das Ehrenamt.“ Der Neubau auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale sei technisch auf dem aktuellen Stand sowie zudem noch umweltfreundlich und energiesparend. „Ich bin mal gespannt, was der Kreiswehrführer als Nächstes neu haben möchte und vor allem, wie lange es dauert, bis er damit rüber kommt“,scherzte Landrat Plöger.

Kreiswehrführer Gerd Riemann ließ sich nicht lange bitten: „Hier in Nütschau stand vieles unter dem Stichwort Atemschutz. Das nächste Projekt, das wir anpacken müssen, ist eine neue zentrale Unterkunft für die Technische Einsatzleitung.“ Deren Fahrzeug sei schon seit zehn Jahren in Hammoor am Autobahnkreuz Bargteheide, also in zentraler Lage des Kreises, untergebracht und der Mietvertrag laufe demnächst aus.

Nach der Schlüsselübergabe hatten alle Gäste ausgiebig Gelegenheit, die neuen Räume und die technischen Einrichtungen zu besichtigen und sie sich von den Fachleuten erklären zu lassen.

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