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Unter Druck : Erstes Endspiel für den SV Eichede

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der SV Eichede geht im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga in den Endspurt. Zwar sind die Stormarner Tabellenschlusslicht, aber optimistisch, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Dazu muss allerdings ein Heimsieg gegen den BSV Rehden her.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 06:15 Uhr

Für den SV Eichede beginnen jetzt die Wochen der Wahrheit in der Fußball-Regionalliga Nord. Fünf Spieltage vor Ultimo belegt der Aufsteiger aus Stormarn den letzten Tabellenplatz. Trotz der scheinbar nicht enden wollenden Negativserie von 19 Partien ohne Sieg in Folge haben die Steinburger die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Zwar klangen die zuletzt getätigten Aussagen zum Teil wie Durchhalteparolen, doch ein Blick auf das Restprogramm verdeutlicht, dass durchaus noch alles möglich ist. Anlass zum Optimismus gibt, dass drei Partien vor heimischer Kulisse stattfinden, zwei Gegner direkte Konkurrenten im Abstiegskampf sind und es in den drei anderen Spielen noch gegen Teams geht, für die die Saison aufgrund der tabellarischen Situation eigentlich gelaufen ist. Sieben Punkte Rückstand zum sicher rettenden Ufer sind zwar ein echtes Brett, doch die vage Hoffnung besteht, dass auch Rang 17 zum Klassenerhalt reichen könnte (wir berichteten). Nicht auszuschließen, dass die Würfel im Kampf um den Ligaverbleib also erst am letzten Spieltag fallen.

Fakt jedoch ist: am Sonntag muss im Heimspiel (14 Uhr) gegen den BSV Rehden ein Sieg her – egal wie. SVE-Keeper Fynn Berndt gibt sich entsprechend kämpferisch. „Wenn es uns gelingt, ähnlich kampfstark aufzutreten wie zuletzt in Unterzahl beim 0:3 gegen Werder II, dann ist der BSV fällig“. Vereinspräsident Olaf Gehrken gibt sich indes zurückhaltender vor dem Duell zweier Dorfclubs. „In Rehden herrschen professionelle Bedingungen, die mit unseren nicht vergleichbar sind. Das wäre so, als wenn wir in einem Atemzug mit Hoffenheim genannt werden würden“, so der Vereinsboss, der die Regionalliga aber trotzdem nicht ad acta gelegt hat. „Wir wollen nicht nur versuchen, Rang 17 zu erreichen und vor dem SC Victoria Hamburg landen, sondern darüber hinaus noch mehr Punkte einsammeln.“ Und wenn das nicht klappt? Gehrken ist auch bei diesem Gedankenspiel nicht bange. „Es wird so oder so hier weitergehen. Wir haben die Basis für die neue Saison bereits gelegt, mit vielen Spielern wie zum Beispiel Kapitän Jan-Ole Rienhoff, Nico Fischer oder auch Simon Koops bereits verlängert“, sieht Gehrken der Zukunft entspannt entgegen – egal in welcher Spielklasse.

Wohl nicht mehr planen kann Eichede mit dem erst im Winter verpflichteten Marc Kemo Kranich (22), der sich im Februar einen Innenbandriss zugezogen hatte, vor allem aber aufgrund privater Probleme den Stormarnern im Abstiegskampf und auch in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Und auch Sammy Güzel dürfte wohl nicht mehr das rot-weiße Dress des SVE tragen. Der Mittelfeldspieler, der im vergangenen Sommer den Weg vom Bezirksligisten SC Europa Hamburg zum Regionalliga-Aufsteiger gefunden hatte und es immerhin auf 14 Einsätze in Liga vier (dazu drei im SH-Ligateam) brachte, kann seit Wochen nicht mehr am Trainingsbetrieb teilnehmen und steht vor dem Absprung. „Sammy ist beruflich sehr eingespannt, arbeitet im Schichtdienst und schafft es zeitlich einfach nicht, regelmäßig dabei zu sein. Das ist eine für beide Seiten unbefriedigende Situation“, erklärt Gehrken, der diesbezüglich Gespräche mit Güzel führen will, der noch bis zum 30. Juni 2015 vertraglich gebunden ist. „Wir werden darüber reden und schauen, wie das zukünftig aussehen könnte. Wenn es nicht passt, werden wir getrennte Wege gehen“, so der Vereinsboss, der auch mit den Keepern Tom Pöhls und Fabian Lucassen bis Ende April über eine gemeinsame Zukunft verhandeln will.

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, Ernst-Wagener-Stadion.
SR: Dennis Krohn (Reinbek).
Nicht dabei: Kemo Kranich und Sammy Güzel (private/berufliche Gründe), Ardian Seydiu (Herzrhythmusstörungen), Julian Barkmann (gesperrt), sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.
Mögliche Aufstellung: Lucassen – Fischer, Jan-Ole Rienhoff, F. Hinkelmann – Koops, Buchholz – Kossowski, Alassani, Maltzahn – Husseni.

 

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