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Erste StormArt: Der Weg für den Erfolg ist geebnet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr als 1000 Besucher wollten in Ammersbek die Werke von 87 Künstlern aus dem Kreis sehen

von
erstellt am 27.Apr.2014 | 15:04 Uhr

Die Idee ist bestechend, und es verwundert eigentlich nur, dass sie bisher noch niemand hatte. Die Künstler Axel Richter und Hardy Fürstenau haben sie entwickelt und umgesetzt: Eine Messe für Stormarner Künstler. Etwa 1000 Besucher zur ersten StormArt in den Pferdestall und das Rathaus Ammersbek. Das Publikum strömte in Scharen durch die Stellwände, und und die Künstler waren begeistert.

Erstmals gab es damit einen fast kompletten Überblick über das Kunstschaffen in Stormarn. Plastiken, Skulpturen, Objekte, Bildhauerei, Fotokunst und natürlich Malerei aller Stilrichtungen konnten betrachtet und zum Teil auch gekauft werden. „Wir wollten die Stormarner Kunst-Szene beleben, die bisher nur aus lokalen Initiativen besteht“, sagt Bildhauer Axel Richter. Die Idee habe rasch gezündet: „Die Post ging sofort ab.“

Im Kunst-Haus am Schüberg waren zeitgleich bedeutende Kunstwerke auf nationaler Ebene zu sehen. Dort waren 28 Künstler vertreten, rund um die Pferdeschwemme waren es 87 Aussteller. Sie alle trugen mit je 50 Euro für drei Meter Ausstellungsfläche zur Finanzierung bei. Auch die Kulturstiftung der Sparkasse Stormarn unterstützte das Projekt. Größter Posten waren die Stellwände, die eine Messebaufirma zur Verfügung stellte. „Bürgermeister Horst Ansén hat uns die Räume sofort überlassen und nur gesagt ‚machen sie mal‘“, freute sich Richter über diese Unterstützung.

Allerdings hatte das Projekt auch Neider auf den Plan gerufen. „Der Glinder Bürgermeister hat protestiert, dass wir die Ausstellung StormArt genannt haben“, sagt Richter. Schließlich gebe es in Glinde schon seit langem die FormArt. „Wir sollten enger zusammenrücken und uns gegenseitig bewerben, etwa mit Flyern“, setzt Richter lieber auf Zusammenarbeit.

Zudem habe es kritische Äußerungen einiger Künstler gegeben, dass sie nicht zusammen mit Laien auf eine Ebene gestellt werden wollten. Über solch eine Abgrenzung zwischen offiziell anerkannter großer Kunst und lokaler Kreativität kann Richter nur schmunzeln. Die StormArt habe eindeutig bewiesen, „welch kreatives Potenzial unser Kreis birgt.“

Der Barnitzer Thomas Helbing etwa präsentierte zwei Grafiken und seine kleinen Engel, die er nach einem Bronzeguss gestaltet hat. „Gedankenflug“ nennt er seine teils vergoldeten Zinnskulpturen, das Original aus Bronze heißt „Donelaitis Gedankenflug“. Kristijonas Donelaitis ist der litauische Nationaldichter. „Es war mein Beitrag für ein Symposium, das zu seinem 300. Geburtstag in Vilnius veranstaltet wurde“, sagt Helbing.

Ob es eine zweite von ihm organisierte StormArt gegen wird, lässt Richter offen. „Wir haben alles angeschoben“, sagt er nur. Die Struktur sei jetzt vorhanden, von Adressen- und E-Mail-Verteilerlisten über eine Internetseite (www.stormarnart.de) bis zu den Kontaktdaten der Künstler. Die Nachfolger könnten darauf aufbauen und hätten damit ein solides Fundament für eine weitere Ausstellung. „Wir haben eine Investition in die Zukunft geleistet. Es ist der Auftakt für ein Netzwerk“, sagt “, sagt Richter und ist sicher, dass es „in ein oder zwei Jahren eine Fortsetzung geben wird.

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