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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 20:05 Uhr

Bargteheide : Erste Schulstiftung: Hand drauf!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Um Schülern weiterhin das Bestmögliche bieten zu können, nimmt das „Eckhorst“ eine Pionierrolle ein: Es wurde eine Stiftung für das Gymnasium gegründet.

Bildung macht Schule – Schule macht Bildung. Mal mehr, mal weniger. Wo Bildung ein hohes Gut mit großem Nähr- und Nutzwert ist, ist am Bargteheider Gymnasium Eckhorst. Die Lehranstalt hat mit einer klassischen Schule nichts mehr gemein, ist vielmehr eine wahre Bildungsschmiede mit zahlreichen Facetten.

Besonders hervorzuheben ist das Lern- und Medienzentrum (siehe Extratext). Ein Pfund, mit dem das Gymnasium wuchern kann. Doch dieses Mehr an Know-how, kam nicht von ungefähr, war ein langwieriger Prozess – der dank der Stadt und des Schulerweiterungsbaus umgesetzt werden konnte.

So weit, so gut. Aber: Um dieses Bildungsangebot, das weit über das normale Maß, also die übliche Grundausstattung, hinausgeht, am Leben zu halten, braucht es viel Geld. Geld, für das Land und Schulträger nicht aufkommen müssen. Zwar helfen externe Fördertöpfe und Schulverein. Doch Förderprogramme laufen aus und auch der Schulverein hat keine finanziellen Mittel im Überfluss. Was also tun? Man schlägt einen innovativen Weg ein und gründet eine Schulstiftung. Übrigens die Erste im Land!

Dabei handelt es sich um einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung Stormarn mit einem Startkapital von 3000 Euro. Die Umsetzung geschah ebenso wenig von heute auf morgen – dauerte von der Idee bis zur Realisierung drei Jahre. Zehn bis zwölf Schulen hatten 2012 Interesse bekundet. Das nötige Stehvermögen hatte aber nur das Gymnasium Eckhorst – wie bei der Vorstellung der Stiftung deutlich wurde.

Ziel des Stiftungsfonds ist es, die „Bildungschancen langfristig abzusichern“, sagt Schulleiter Herbert Diebold. Dazu zählen beispielsweise die Begabtenförderung, die Übungsleiter-Ausbildung in Kooperation mit dem Landessportverband, die Etablierung musisch-kultureller Zusatzangebote (Musikklasse etc.) und die Bufdi-Stelle. Die Projektförderung des Bundesfreiwilligendienstes läuft 2016 aus. Kosten: 6000 Euro pro Jahr!

Darauf möchte das Eckhorst im Namen der Schüler aber auf keinen Fall verzichten, wie Diebold unterstreicht. „Die BFD-Kraft koordiniert viel“, ergänzt Michael Schwarz, Studienrat und Koordinator für schulfachliche Aufgaben. Da kann eine Stiftung greifen und weiterhin das Bestmögliche für die „Pennäler“ erhalten.

Im Stiftungsbeirat findet sich kein elitärer Kreis, sondern ein Querschnitt der Gesellschaft: Vertreter der Eltern- und Schülerschaft, des Kollegiums, des Schulvereins sowie Unterstützer des Gymnasiums. „Schule soll ein Stück Lebensraum bieten“, merkt Stiftungsvorsitzender Helge von der Geest aus Ammersbek an. Da sein Nachwuchs (8./9. Klasse) das Eckhorst besucht, sitzt er ferner im Schulelternbeirat und ist bemüht, „externe Gelder zu akquirieren“. Spenden können alle – von der Firma bis zur Privatperson. Selbst andere Stiftungen können die Bildungsstiftung unterstützen. „Seit 2014 ist das möglich“, sagt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Stiftungen der Sparkasse Holstein, der ebenfalls mit im Boot sitzt: für gute Bildung!

 


Nähere Infos unter: www.bildungsstiftung-gymnasium-eckhorst.de

 

 

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