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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Stubben : Erstaunliche Hilfsbereitschaft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auch vom Stubber Flohmarkt geht eine Spendenwelle für Flüchtlinge aus. Der Kulturverein war von der Resonanz überrascht - der Platz reichte kaum aus.

Damit hatten selbst die Initiatoren vom Kulturverein Stubben nicht gerechnet: Ihre Bitte um Kleiderspende für die Flüchtlinge in Bad Oldesloe wurde zu einer riesigen Welle der Hilfsbereitschaft. Viele Fahrzeuge, voll gepackt mit Kleidung und Spielsachen, hielten vor der Sammelstelle, und es wurden säcke- und kistenweise Hilfgüter ausgeladen.

Die Spendenaktion war vom Kulturverein erst ganz kurzfristig organisiert worden, denn eigentlich stand am Sonntag zunächst nur der Kult-Flohmarkt auf dem Terminkalender, der wie immer für alle Beteiligte ein großer Erfolg war. Aus aktuellem Anlass kam die Idee auf, Spenden zu sammeln für die Flüchtlinge. Die Flohmarktverkäufer wurden gebeten ihre nicht verkaufte Kleidung oder nicht verkauftes Spielzeug zum Flohmarktende zu spenden.

Über das Stormarner Tageblatt waren Bürger aufgerufen, ihre Kleiderschränke zu durchforsten und nicht benötigte Kleidung nach Stubben zu bringen. Und dieser Aufruf verhallte nicht ungehört, im Gegenteil. Ab 13 Uhr herrschte an der Sammelstelle reges Leben. Schon bald reichte der Platz auf der Terrasse der Gaststätte Pehmöller für die Spendengüter nicht mehr aus. Auch vor dem Gemeinschaftshaus wurden zahlreiche Säcke, Koffer und Kartons mit Kleidung und Spielsachen abgeben. „Ich habe daran geglaubt, dass wir einige Spenden bekommen, aber das es so viele werden, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Veronika Burnolajt vom Kulturverein Stubben, die die Spenden entgegen nahm.


Der Platz reichte für Spenden kaum aus


Einiges musste sie jedoch ablehnen. Geschirr, Gläser und einige andere Dinge konnte sie nicht annehmen. „Ich weiß nicht, ob ich das auch wieder los werde“, sagte sie. Es werde hauptsächlich Kleidung, Schuhe und Spielzeug gebraucht. Vor allem Winterkleidung werde benötigt. Aber auch Taschen und Rucksäcke wurden angenommen. „Die Flüchtlinge mussten alles zurück lassen und sind mit so gut wie nichts hier angekommen“, so Veronika Burnolajt. Es waren aber nicht nur Erwachsene, die ihre Spenden bei ihr abgaben. Auch Kinder trennten sich von lieb gewonnenen Dingen. Jorek brachte ein großes Spielzeugauto. Yannek und Fin kamen sogar mit einer ganzen Kiste voller Kuscheltiere zur Sammelstelle. Nach dem ersten Spendenansturm gab es dann zum Flohmarktende eine zweite Welle der Hilfsbereitschaft. Viele der Flohmarktverkäufer brachten tatsächlich ihre nicht verkauften Sachen zur Sammelstelle, so das der Platz dort nicht mehr ausreichte und die Säcke, Koffer und Kisten immer wieder in ein Lager gebracht werden mussten.

Für Veronika Burnolajt und ihre Helfer fängt die Arbeit nun aber erst an. Sie müssen alle Sachen durchsehen und sortieren. Einige Spenden der Flohmarkthändler müssen zunächst getrocknet werden, die bei Regenschauer während des Flohmarktes etwas Regen abbekamen. Veronika Burnolajt will die Spenden dann soll vor Ort gezielt selbst direkt an Flüchtlinge in Bad Oldesloe verteilen. Dort wo die Not an größten ist.







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