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Stormarner Wochenschau : Erst wenn’s brennt, wird es heiß

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kurz vor Toresschluss haben sich Türkspor und der VfL Oldesloe doch noch geeinigt. Weniger gute Nachrichten gab es von der Feuerwehr.

von
erstellt am 20.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Kompromiss

Warum nicht gleich so? Nach monatelangem Streit haben der Vfl Oldesloe und SV Türkspor doch noch zusammengefunden und sich – wie sie selbst sagen – im Sinne des Sports verständigt. Es blieb ihnen vermutlich auch nicht viel anderes übrig. Ohne den VfL als Hauptnutzer könnte Türkspor das Kurparkstadion kaum halten, und ohne das Kurparkstadion fehlen dem VfL Trainings- und Spielzeiten. Der Durchbruch wurde erst in einem Vier-Augen-Gespräch erzielt. Man darf also davon ausgehen, dass die Kompromissfähigkeit auch mit den handelnden Personen zusammenhängt. Die sind sich sogar so weit einig, dass sie öffentlich nichts über die Summen verlauten lassen wollen, obwohl man monatelang mit Zahlen um sich geworfen hatte.

Was die nächste Vermutung provoziert: Hängt der Kompromiss vielleicht auch mit der Vorstellung der Stadt zusammen, die Förderung der Vereine auf eine einheitliche Basis zu stellen, die – historisch bedingt – mal einen Zuschuss für etwas bekommen und denen dort etwas anderes erlassen wird.

Aber wie dem auch sei: Dass sich die beiden Vereine geeinigt haben, ist und bleibt eine gute Nachricht.

Schweigen

Von guten Nachrichten werden die Feuerwehren zurzeit eher verschont. Abgesehen vielleicht vom ersten Prozess gegen einen Teil der Ahrensfelder Brandstifter. Von dem gibt es nämlich überhaupt keine Nachrichten, weil vor dem Jugendschöffengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wird. Ansonsten klingen die Feuerwehr-Nachrichten bedrohlicher. Es gab mehrere Brände, bei denen Menschen verletzt wurden. Und in Hammoor wurde der nächste Feuerwehrmann festgenommen, der sich als Brandstifter betätigt hatte. Er hat gestanden, sieben Feuer in seinem Heimatort gelegt zu haben.

Die Reaktionen der Feuerwehrleute sind immer gleich und können vermutlich auch gar nicht anders sein: Entsetzen. Nicht wahrhaben wollen, sich gegen außen abschotten und bei denen, die darüber schreiben und sprechen wollen, auf die Unschuldsvermutung hinweisen. Natürlich ist es richtig, dass sich die Zahl der Brandstifter bei den Blauröcken im Promillebereich bewegt. Aber es gibt trotzdem einen Zusammenhang. Laut Experten ist der zündelnde Feuerwehrangehörige männlich, 20 bis 30 Jahre alt, ein eher unauffälliger Durchschnittstyp und besonders einsatzbereit. Nur: Ist das nicht der engagierte Nachwuchs, den – nicht nur – die Feuerwehren suchen?

Unserem Karikaturisten Götz Wiedenroth ist ein Test mit dem Lügendetektor eingefallen. Und die Feuerwehren haben auch schon reagiert. Anstelle der Kampagne „Helden gesucht“ – denn genau das wollten die Feuerwehr-Brandstifter ja sein – gibt es jetzt die Initiative „Frauen an den Brand-Herd“. Da soll dann wohl nichts mehr anbrennen.

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