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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:30 Uhr

Pflichtsieg : Erst geflucht, dann gefeiert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Anfangs lief bei Nanna Vainio nicht viel zusammen. Die Spielerin von Badminton-Erstligist TSV Trittau musste erst ihrem Unmut Luft verschaffen – dann trug sie dazu bei, dass die Stormarner gegen den Vorletzten Neuhausen-Nymphenburg durch ein 6:0 ihren ersten Heimsieg der Saison landeten.

Die letzten Böller waren zum Jahreswechsel gerade erst verraucht, da brannte der TSV Trittau in der Badminton-Bundesliga schon ein weiteres Feuerwerk ab. Die Stormarner schossen den Tabellenvorletzten TSV Neuhausen-Nymphenburg, dessen 1:5-Niederlage gegen Bischmisheim zuletzt am Grünen Tisch umgewertet wurde, mit 6:0 aus der Halle – und landeten den ersten Heimsieg der Saison. Kim Persson, der seine Frau Sabina (im Urlaub) als Teammanager vertrat, war nach dem Spiel rundum zufrieden: „Ich habe nichts auszusetzen an der Leistung heute. Das hat die Mannschaft super gemacht.“

Ein wichtiger Faktor für den Trittauer Sieg war ohne Zweifel die Rückkehr der wiedergenesenen Iris Tabeling. Als hätte es ihre Wadenverletzung nie gegeben, agierte sie gewohnt abgeklärt. „Iris ist sehr wichtig für die Mannschaft. Sie hat eine unglaublich positive Einstellung und coacht auch noch sehr gut“, verteilte Kim Persson verbale Streicheleinheiten in Richtung der 24-Jährigen.

Doch auch für Nanna Vainio hatte Persson lobende Worte parat: „Es ist super, wie Nanna sich im Einzel zurückgekämpft hat. Es sah ja zu Beginn nicht gut aus.“ In der Tat wirkte die Olympia-Anwärterin zu Beginn neben der Spur und verlor den ersten Satz. Auch im zweiten lag sie zunächst hinten. Vainio schaute häufig verärgert zu Boden und fluchte leise aber deutlich. Doch die Finnin bewies Moral, kämpfte sich zurück ins Spiel und gewann mit 2:1.

Sein Bundesliga-Debüt gab derweil Senatria Augus Setia Putra, der sonst für die zweite Trittauer Mannschaft aufläuft. Der Indonesier rückte für seinen Landsmann Ary Trisnanto ins Team, der noch im Heimaturlaub weilte und eine Auszeit genießt. „Ary hat eine mentale Pause verdient. Er ist sehr mit seiner Ausbildung beschäftigt und kann daher nicht so viel trainieren. Hinzu kommt, dass er in den vergangenen Spielen ein paar Probleme hatte“, begründete Persson die Maßnahme. Setia Putra gefiel derweil seine neue Rolle als Bundesliga-Spieler. Der 24-Jährige lief lächelnd durch die Halle – und gewann das abschließende zweite Herreneinzel. „Ich freue mich, dass ich zum ersten Mal in der Bundesliga spielen durfte. Und dann haben wir auch noch 6:0 gewonnen, womit wir sehr zufrieden sein können“, sagte der Indonesier.

Trotz des gelungenen Auftritts des Ersatzmannes wird Trisnanto bald ins Team zurückkehren. Er ist gesetzt, wie Kim Persson betont: „Wenn er aus Indonesien zurückkommt, wird Ary spielen. Er hat die bessere Begabung von den beiden. Senatria ist außerdem Stammspieler in der Zweiten – und das Team wird ihn ungern hergeben.“ Mit dem Kantersieg im Gepäck und wohl wieder mit Trisnanto geht es für den TSV Trittau nächste Woche zum Tabellendritten nach Lüdinghausen.

TSV Trittau – TSV Neuhausen-Nymphenburg 6:0

HD: Robin Tabeling/Nikolaj Persson – Lucas Bednorsch/Patrick Beier 18:21, 21:13, 21:15; DD: Iris Tabeling/Nanna Vainio – Natalya Voytsekh/Kaja Stankovic 21:8, 21:19; HE1: Nikolaj Persson – Tobias Wadenka 21:19, 21:16; DE: Nanna Vainio – Kaja Stankovic 15:21, 21:17, 21:12; MD: Robin Tabeling/Iris Tabeling – Amelie Oliwa/Manuel Heumann 21:14, 21:15; HD2: Senatria Agus Setia Putra – Lucas Bednorsch 21:16, 21:10

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