Fall Robin L. in Bad Oldesloe : Erschossener Obdachloser: Staatsanwaltschaft geht von Notwehr aus

Weiträumig abgesperrter Bereich: Polizei am Tatort.
Weiträumig abgesperrter Bereich: Polizei am Tatort.

Der 21-Jährige war bei einem Polizeieinsatz von zwei Kugeln aus einer Dienstwaffe getroffen und tödlich verletzt worden.

shz.de von
11. Oktober 2018, 16:18 Uhr

Bad Oldesloe | Im Fall der tödlichen Schüsse eines Polizisten auf einen Obdachlosen in Bad Oldesloe geht die Staatsanwaltschaft Lübeck davon aus, dass der Polizist in Notwehr gehandelt hat. Alles deute darauf hin, dass der 21 Jahre alte Obdachlose so dicht vor dem Beamten gestanden habe, dass ein Schuss in die Beine nicht möglich gewesen sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Der 21-Jährige war am Sonntag bei einem Polizeieinsatz von zwei Kugeln aus einer Dienstwaffe getroffen und tödlich verletzt worden. Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung gebe es nach gegenwärtigem Ermittlungsstand nicht, sagte der Sprecher weiter. Zeugenaussagen und Spuren am Tatort deuteten vielmehr darauf hin, dass das Opfer sehr schnell verblutet sei, nachdem es von den Schüssen getroffen wurde. 

Weiterlesen: Obdachloser Robin L. erschossen: Verblutet vor den Augen der Polizei?

Zuvor soll der psychisch kranke Mann die Beamten massiv mit einem Messer mit 18 Zentimeter langer Klinge bedroht haben. Aufforderungen der Polizei, das Messer wegzulegen, hatte er ignoriert. Auch Pfefferspray konnte ihn nicht stoppen.

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