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Reinfeld : Erotische Abenteuer im Bordell nahe der Autobahn?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In einem Teilbereich des Reinfelder Gewerbegebiets an der Autobahn wäre der Bau eines Bordells möglich.

„Ich habe eigentlich mit einem größeren Interesse an diesem Thema gerechnet“, wunderte sich Bürgervorsteher Gerd Herrmann über die wenigen Bürger, die zur Infoveranstaltung in die Immanuel-Kant-Schule gekommen waren. Im letzten Jahr hatte das Thema „Bordell im Gewerbegebiet“ den gesamten Rathaussaal gefüllt und den einen oder anderen Protest ausgelöst.

Da beide Anträge auf den Bau eines Bordells auf einem privaten Grundstück zwischen Aldi-Markt und dem Wohngebiet Krögerkoppel aber zurückgestellt und erst einmal auf Eis gelegt wurden, schienen die Bürger beruhigt. Nun wurde das heiße Eisen noch einmal angepackt. Im Fokus standen zwei Bebauungspläne .

Im gesamten Bereich An der Autobahn / Krögerkoppel sind Vergnügungsstätten mit „sexuellem Charakter“ nicht zulässig. Vorher hätten diese aufgrund ihrer Einstufung als Gewerbebetriebe dort ansässig werden können. Das ist durch die Änderung nun ausgeschlossen. Die Neuerungen sehen außerdem vor, dass Spielhallen nur ausnahmsweise genehmigt werden. Eine Spielhalle hat in diesem Gebiet Bestandsschutz. Gleiches gilt für das Gebiet an der Barnitzer Straße/ Am Weddern, wo Famila gerade baut – allerdings mit einer Ausnahme.

Auf einem drei Hektar großen Teilbereich – direkt gegenüber den neu angesiedelten Betrieben Grube Landtechnik und Dachdeckerei Eissing am Ende der Barnitzer Straße / Ecke Lokfelder Straße – können ein Bordell, ein Erotik-Shop oder ein so genanntes Stundenhotel zugelassen werden. „Die Lage dort bietet sich an, das Gebiet liegt direkt an der Autobahn, etwas abseits und grenzt nicht an ein Wohngebiet“, erläuterte Dorle Danne vom Stadtplanungsbüro Maysack-Sommerfeld. Sie sieht nur „relativ geringe Auswirkungen“.

Bürgermeister Gerhard Horn wies darauf hin, dass die Stadt verpflichtet sei, auch Platz für Gewerbebetriebe dieser Art anzubieten. „Wir können jedoch steuern, wo sie sich ansiedeln, sie also auf ein Gebiet reduzieren“, so Horn. Er werde jedoch prüfen, ob eine eventuelle Ansiedlung eines Bordells durch eine Sperrbezirksregelung aufgrund der Nähe des Schulweges nach Barnitz greife. Die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) habe über den Verkauf der Grundstücke zu entscheiden. Noch sei auch fraglich, ob sich Interessenten für den ausgewiesenen Teilbereich fänden, so Sigrid Bäumker aus der Verwaltung.

 

 

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erstellt am 13.Mai.2014 | 10:46 Uhr

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