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Hallenbad Bad Oldesloe : Eröffnung erst nächstes Jahr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der avisierte Dezembertermin zur Inbetriebnahme des runderneuerten Oldesloer Hallenbads kann nicht gehalten werden. Die millionenschwere Sanierung verzögert sich weiter. Vielleicht klappt es Mitte Januar.

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erstellt am 11.Dez.2013 | 06:00 Uhr

„Tja, der schöne Weihnachtsbaum. Und jetzt bekommen ihn unser Kunden gar nicht zu sehen.“ Die Enttäuschung ist Schwimmbad-Chefin Marion Arpe anzuhören. In Erwartung eines Eröffnungstermins vor den Feiertagen hatte sie die Tanne aufgestellt. Sie ist nun nur ein Schmuck für Insider, denn das Hallenbad wird in diesem Jahr definitiv nicht eröffnen.

„Das werden wir nicht mehr schaffen“, räumt ein geknickter Stadtwerke-Chef ein: „Wir müssen in den Januar gehen. Wenn wir eröffnen, muss alles fertig sein. Es ist aber noch nicht alles fertig.“

Probleme mit der Dachkonstruktion, Giftstoffe im Fußboden, die undichte Umkleidendecke – all diese Probleme führten zu Verzögerungen und zu Verteuerungen. Diese großen Brocken sind mittlerweile alle abgearbeitet. Deswegen hatte Jürgen Fahl unlängst Mitte Dezember als potenziellen Eröffnungstermin avisiert. Der scheitert aber an Details. Stadtwerkechef Fahl erläutert: „Im Wesentlichen liegt es am Möbelbauer, der hat uns hängen lassen.“

Sieht man mal vom Schmutz ab, macht das Hallenbad schon einen fertigen Eindruck. Die Halle ist schön warm, das Wasser rauscht über den Beckenrand in die moderne neue „Ultrafiltrationstraße“ im Keller. „Das ist das Allerneuste“, erklärt Marion Arpe, „platz- und energiesparend.“ Weil das Becken so lange leer stand, durfte es nur ganz behutsam gefüllt werden. Eine Woche dauerte es deshalb, die 1,5 Millionen Liter Wasser einströmen zu lassen. Normalerweise wäre das in drei Tagen erledigt. Alles hielt dich, die neue vollautomatische Technik ist eingefahren. Eigentlich könnte es losgehen.

Harzig riecht es in der Blockhaussauna im Außenbereich. „Die hat was“, zeigt sich auch die Chefin beeindruckt: Platz für bis zu 25 Personen, ein Ofen, bei dem auch die Aufgüsse automatisch erfolgen können. Auch sie muss eine Woche lang vorgeheizt werden, bis die massiven Holzbohlen die Temperatur angenommen haben. Marion Arpe: „Noch mal eine Woche Schulung für schöne Aufgüsse und Reisigwedel – dann kann es hoffentlich losgehen.“

Im Umkleidebereich wird noch heftig gearbeitet. Vieles ist schon zu erkennen: Schicke Mattglastüren an den Kabinen, bunte Spinde in verschiedenen Blau- und Grüntönen. Es hapert noch an den Details wie Trennwänden, Bänken, Ablagen und einem Tresen. Der Möbelbauer habe eine Fertigstellung in der 51. Kalenderwoche zugesagt. Doch das nützt Jürgen Fahl wenig. „Ich kann doch nicht am 23. Dezember eröffnen. Zwischen Weihnachten und Neujahr locken sie doch keinen zum Schwimmen hinter dem Ofen vor. Und da arbeitet auch keine Firma, wenn noch was sein sollte“, ist er überzeugt. Also sollen die Becken erst Mitte Januar freigegeben werden.

Einen gebuchten Termin gibt es bereits, so Marion Arpe: „Am 26. Januar findet hier ein Bundesliga-Unterwasser-Rugby-Spiel statt. Die hoffen jetzt natürlich, dass das klappt.“

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