Lauenburg : Erneut Verschmutzung an der Elbe: Feuerwehr kann Ölfilm nicht beseitigen

Feuerwehrleute bereiten Ölsperren für den Einsatz an Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal vor. Auf mehreren Tausend Quadratmetern hatte sich bei Lauenburg ein Ölfilm gebildet.

Feuerwehrleute bereiten Ölsperren für den Einsatz an Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal vor. Auf mehreren Tausend Quadratmetern hatte sich bei Lauenburg ein Ölfilm gebildet.

Das am Mittwochmorgen entdeckte Öl muss sich verdünnen und auflösen. Die Wasserschutzpolizei ermittelt.

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02. Mai 2018, 08:54 Uhr

Lauenburg | Ölalarm auf der Elbe: Am Mittwochmorgen meldeten Anwohner der historischen Lauenburger Altstadt einen Ölfilm auf der Elbe. Um 6.11 Uhr wurde die Feuerwehr angefordert. „Wir haben die Lage zunächst erkundet“, berichtete Einsatzleiter Dennis Lühr. Denn Öl auf der Elbe stellt die Retter grundsätzlich vor ein Problem: Die Fließgeschwindigkeit des Wassers ist zu hoch, Ölsperren finden keinen Halt.

Weil jedoch auch der Elbe-Lübeck-Kanal im Einmündungsbereich zur Elbe verschmutzt war, wurden nach einem Vollalarm gegen 7 Uhr für alle Lauenburger Feuerwehrleute und Experten des Technischen Hilfswerks (THW) Ölsperren vorbereitet. Parallel begaben sich Feuerwehrleute an Bord des Bootes „Elbe I“ auf die Suche nach einem möglichen Verursacher. Der konnte zunächst aber nicht festgestellt werden, die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 8 Uhr wurde der Einsatz schließlich nach Rücksprache mit der Wasserbehörde des Kreises abgebrochen. Das Öl muss sich verdünnen und auflösen, ein Einsatz sei unverhältnismäßig, so die Beurteilung der Lage.

Anwohner der Altstadt klagen seit einiger zeit immer wieder über Gewässerverunreinigungen an der Elbe. Das sei zwar kein Öl, aber ein schaumiger Schutzteppich, der an Lauenburg vorbei fließe. Die Behörden würden der Sache nicht mit Nachdruck nachgehen, kritisieren die Lauenburger.

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