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Auswärtspleite : Erfolgsserie findet in Goslar ihr Ende

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach zuletzt zehn Spielen ohne Niederlage ist der VfB Lübeck erstmals wieder in der Fußball-Regionalliga leer ausgegangen. Die Grün-Weißen unterlagen dem Goslarer SC glatt mit 0:3 (0:1).

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2015 | 08:00 Uhr

Zehn Spiele lang waren die Regionalliga-Fußballer des VfB Lübeck ohne Niederlage geblieben. Beim Goslarer SC folgte gestern mit 0:3 (0:1) die sechste Saisonpleite. Es war die erste Lübecker Auswärtsniederlage seit dem 24. August (0:3 in Norderstedt) – und einer der schlechtesten Auftritte der Saison. „Das muss man einer Mannschaft auch mal zugestehen“, sagte Trainer Denny Skwierczynski: „Aber es lief einfach viel zu viel nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Das war keine gute Leistung.“

Dennis Wehrendt, der den gesperrten Moritz Marheineke als Kapitän vertrat, meinte: „Irgendwann musste die Serie enden. Trotz des schlechten Spiels darf man aber nicht vergessen, dass wir insgesamt noch gut dastehen.“ Schlüsselszene gegen Goslar war dabei ein Elfmeter. Eine Fischer-Flanke lenkte Wehrendt ab, die GSC-Spieler reklamierten ein Handspiel, das Referee Patrick Mewes schließlich nach Rücksprache mit Assistentin Lena Dittmann auch erkannte. Den Elfmeter verwandelte Ludwig zum 1:0 (23.). „Ich habe den Ball an die Hand bekommen“, gestand Wehrendt, bestritt aber eine Absicht: „Ob das dann ein Elfmeter war, weiß ich nicht. Wenn er pfeift, ist das halt so.“ Auch Skwierczynski beurteilte es ähnlich. „Eindeutig war das nicht. Auch der Schiedsrichter hat gezögert.“

Allein ausschlaggebend war diese Szene aber nicht. „Wir haben versucht, ein bisschen defensiver zu stehen“, erklärte Wehrendt. „Aber das ist uns nicht gelungen. Wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Enttäuscht fügte Sven Theißen an: „Der Pokal darf nicht als Ausrede gelten. Zwar hat das Kraft gekostet. Aber so wie wir heute aufgetreten sind, war die Niederlage verdient.“ Gründe dafür benannte er auch: „Wir haben entscheidende Zweikämpfe verloren. Der Elfmeter war natürlich unglücklich, aber auch da geht ja schon ein verlorener Zweikampf voraus.“ Immer wieder war Jonas Toboll letzte Instanz gegen die Gastgeber, hatte aber gegen die auf Konter lauernden Gastgeber gegen Gladrow (75.) und in der Nachspielzeit Ludwig erneut das Nachsehen.

Skwierczynski fand deutliche Worte. „Einige Spieler haben nicht das getan, was nötig gewesen wäre, um hier zu punkten. Wir haben nach dem 1:0 keinen Zugriff mehr bekommen, den Gegner spielen lassen und selbst zu wenig Möglichkeiten kreiert. Einige waren heute im Kopf zu langsam.“

Goslarer SC: Sancaktar – Hofmann, Pannewitz, Trapp, Vaughan – von der Bracke, K. Fischer – Gladrow (83. Schmidt), Ludwig, Kelbel (86. Telch) – Loheider (72. J. Schubert).

VfB Lübeck: Toboll – Voß (76. Wurr), Wehrendt, Nogovic, Sirmais (64. Knechtel) – Theißen, Wölk – Thiel (64. Bohnsack), Meyer, Suew – Richter.

SR: Mewes (Laatzen). – Zuschauer: 650.

Tore: 1:0 Ludwig (23., Handelfmeter), 2:0 Gladrow (75.), 3:0 Ludwig (90.+2).

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