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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 02:52 Uhr

Erfolgsgeheimnis: Zusammenhalt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wahl zur Mannschaft des Jahres: Die Mischung stimmt bei den Bargteheider Triathlon-Teams, die in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 17:06 Uhr

Teamwork, Zusammenhalt, Einsatzbereitschaft und Vereinstreue – das sind die Begriffe, die als erstes fallen, wenn die Mitglieder der Triathlon-Mannschaften aus Bargteheide über ihren Verein sprechen. Dabei könnten die Ausdauersportler des TSVB durchaus auch in erster Linie ihre eigenen Erfolge in den Vordergrund stellen. Denn sowohl der Frauen- als auch der Männermannschaft gelang in der vergangenen Saison der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nicht zuletzt deshalb gehören die Bargteheider Triathlon-Asse zu den Nominierten bei der Wahl zu Stormarns Mannschaft des Jahres 2015. „Das ist das i-Tüpfelchen nach dieser äußerst erfolgreichen Saison“, freut sich Teammitglied Bettina Lange und gibt sich ganz bescheiden. „Unser Erfolg ist schön, aber er steht nicht permanent im Mittelpunkt des Interesses. Wer hierher kommt und sagt, dass er nur seinen Sport betreiben möchte, der bleibt meistens nicht lange. Denn bei uns geht es sehr familiär zu“, erklärt Lange, die auch als Einzelstarterin etliche internationale Erfolge bei Europa- und Weltmeisterschaften feierte, die Philosophie des Clubs.

Trotz ihrer zahlreichen Erfolge ist es für die erfahrene Lange kein Problem, sich im Team unterzuordnen. „Ganz im Gegenteil – es ist spannend, wenn man mit den Teamkollegen mitfiebert und hofft, dass sie möglichst schnell im Ziel ankommen“, so die 47-Jährige, die in Bargteheide auch als Trainerin tätig ist. Der Nachwuchs profitiert von ihrer Erfahrung und die gesamte Sparte darüber hinaus in finanzieller Hinsicht. „Der Zusammenhalt zeigt sich auch darin, dass keiner unserer Übungsleiter einen finanziellen Nutzen hat. Die Honorare fließen als Spende komplett zurück in die Sparte“, erklärt Teammanager Stephan Schott, wie familiär es zugeht in Bargteheide. Nicht zuletzt auch deshalb bleiben jüngere Athleten dem Verein oftmals lange Jahre treu und geben später als Trainer gerne etwas zurück.

„Als wir 2012 in der Landesliga erstmals mit zwei Mannschaften gestartet sind, wussten wir nicht, wo das hinführt. Und auch in der abgelaufenen Saison war nicht klar, dass wir einen Durchmarsch machen würden“, so Schott. „Unsere Philosophie sieht vor, dass alle ambitionierten Athleten im Ligateam starten dürfen, egal aus welcher Altersklasse sie kommen – bei uns stimmt die Mischung“, betont Schott und verweist darauf, dass sich die Bargteheider damit von der Konkurrenz abheben. „Bei den anderen Regionalligisten ist es oft nur einem elitären Kreis vorbehalten an Wettkämpfen teilzunehmen. Das sind entweder ehrgeizige Studenten oder erfahrene Asse“, so Schott weiter. Bettina Lange wird sogar noch etwas deutlicher: „Jeder, der sich die Aufgabe zutraut, ist bei uns willkommen – also nicht nur die Spitzenathleten.“

Das trage zum großen Zusammenhalt bei, weil sich kein geschlossener Kreis oder gar eine elitäre Gruppe innerhalb der Sparte bilde. „Auf diese Weise rücken immer wieder jüngere Sportler nach, die ich selbst einmal trainiert habe“, spricht Lange von einem Mehrwert und ist stolz auf die Nachwuchsarbeit. „Wir haben dadurch auffällig wenig Gaststarter, können die Mannschaften fast ausschließlich mit eigenen Athleten bilden. Bei uns wird es keine Söldnertruppe geben, die nur für kurzfristigen Erfolg zusammengestellt wird“, bestätigt Teammanager Schott.

Doch das Bargteheider Konzept bringt nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga auch Probleme mit sich. Die Durchlässigkeit zwischen den Mannschaften in der Landesliga und der 2. Bundesliga wird schwieriger. „Denn wer erst einmal in der Bundesliga gestartet ist, wird anschließend für Wettkämpfe in der Landesliga gesperrt“, erklärt Schott. Eine besondere Herausforderung sei zudem das Aufbringen weiterer Finanzmittel. „Der logistische Aufwand und auch die Anreise zu den Wettkämpfen kosten deutlich mehr Geld als in der Regionalliga. Deshalb hoffen wir, dass wir noch ein paar Sponsoren finden.“

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